Juni 4, 2021

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Juni 4, 2021

Zu Lasten der Passagiere: Deutschland und Russland lieferten sich Scharmützel

Deutschland und die Russische Föderation haben sich am Mittwoch ein regelrechtes Scharmützel rund um die Genehmigungen von Flugrouten geliefert. Zunächst wurde Lufthansa eine Änderung, die den Luftraum von Belarus vermeidet, nicht gestattet. Prompt konterte die Bundesrepublik und Aeroflot und S7 Airlines durften nicht fliegen. Der Vorfall erinnert stark an jenen von vergangener Woche, denn beispielsweise Austrian Airlines musste mangels russischer Genehmigung einen Moskau-Umlauf absagen. Der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich äußerte sich im Nachgang, dass derartige bürokratische Probleme in Zukunft nicht mehr vorkommen sollen. Am Mittwoch traf es in Deutschland eben Lufthansa und in bester Scharmützel-Manier konterte das Luftfahrtbundesamt und lehnte die Bewilligungen für Aeroflot und S7 Airlines ab. Die Leidtragenden dieser bürokratischen Auseinandersetzung sind die Passagiere, denn diese könnten komplett leer ausgehen. Behördliche Flugverbote gelten im Sinne der EU-VO 261/2004 im Regelfall als höhere Gewalt. Erst am Mittwochabend entspannte sich die Situation, denn Lufthansa habe seitens der Russischen Föderation die Bewilligung für die Durchführung der Flüge nach Sankt Petersburg und Moskau erhalten. Kurz darauf erklärte das Bundesverkehrsministerium, dass der Bann für Aeroflot und S7 Airlines ebenfalls aufgehoben wurde.

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Smartlynx Malta hat ersten A330 übernommen

Die Fluggesellschaft Smartlynx Malta hat ihren ersten Airbus A330-300 übernommen. Dieser trägt die Registrierung 9H-SMD und wurde bereits von Birmingham nach Luqa überstellt. Das Passagierflugzeug soll als Frachter eingesetzt werden. Der Airbus A330 mit der Seriennnummer 1382 ist 8,3 Jahre alt und zwar zuvor bei Singapore Airlines und Evelop Airlines im Einsatz. Smartlynx Malta ist der Frachtspezialist innerhalb der Firmengruppe und soll künftig fünf A330 betreiben. Weiters werden in Kürze zwei A321F in die Flotte aufgenommen.

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Vietnam Airlines versteigert elf A321

Die Fluggesellschaft Vietnam Airlines sucht im Rahmen einer Auktion Käufer für insgesamt elf Maschinen des Typs Airbus A321. Es handelt sich um so genannte Ceo-Modelle. Mit dem Verkaufserlös will die staatliche Airline den Cashbestand aufbessern. Nicht betroffen sind die jüngeren A321neo-Modelle. Von diesen hat man momentan 20 Stück. Der Rückzug der älteren Airbus A321ceo war bereits vor längerer Zeit geplant und wurde durch die Corona-Pandemie lediglich beschleunigt. Momentan hat man 49 A321ceo, wobei die überwiegende Mehrheit weiterhin nicht eingesetzt wird. Hintergrund ist die Corona-Pandemie. Zuletzt schrieb Vietnam Airlines einen Quartalsverlust in der Höhe von 216 Millionen U.S.-Dollar. Im Vorjahr machte der Fehlbetrag rund 620 Millionen U.S.-Dollar aus. Die staatliche Fluggesellschaft zeigt sich dennoch optimistisch und geht von einer raschen Erholung der Branche aus. Zuletzt verhängte die Regierung aber ein erneutes Einreiseverbot.

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Straßburg: German Airways fliegt für Air France

Der deutsche Charter- und ACMI-Anbieter German Airways (vormals: WDL) wird weiterhin im Auftrag von Air France auf der Strecke Straßburg-Amsterdam mit Embraer 190 fliegen. Die D-AJHW wurde bereits überstellt und kommt vorerst viermal pro Woche zum Einsatz. Die betroffene Route soll laut CH-Aviation.com in Kürze auf 12 wöchentliche Umläufe aufgestockt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Air France und German Airways soll vorerst bis März 2022 laufen. Über eine mögliche Fortführung wurde noch nicht entschieden. Derzeit verfügt das deutsche Luftfahrtunternehmen über vier Embraer 190.

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Belavia muss Streckennetz kahlschlagen

Die weißrussische Fluggesellschaft Belavia stellt den Löwenanteil der Routen ein. Das Streckennetz umfasste zuletzt 30 Destinationen, jedoch können aufgrund der Restriktionen der EU-Mitglieder und anderer Staaten nur noch neun Ziele angeflogen werden. Betroffen sind in erster Linie alle Destinationen, die sich im Unionsgebiet befinden. Der Flugverkehr mit Russland, der Türkei und einigen GUS-Staaten soll aufrecht bleiben. In Kürze will Belavia das Streckennetz neu ausrichten. Die meisten Ziele werden sich dann in der Russischen Föderation befinden. Auch andere ehemalige Sowjet-Destinationen sollen neu aufgenommen werden. Zwischenzeitlich hat die Europäische Union den Bann von Airlines mit Sitz in Weißrussland auch formalisiert. Zuvor wurden die Verbote von den einzelnen Nationalstaaten ausgesprochen. Unter anderem Belavia ist es nun untersagt in der EU zu starten oder zu landen. Auch Überflüge sind nicht mehr gestattet.

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Kapitalerhöhung: Zusätzliches Steuergeld für Lufthansa?

Schon bald könnte Lufthansa erneut Geld vom deutschen Staat bekommen, denn der Konzern plant eine drei Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung vorzunehmen. Die Regierung soll sich laut verschiedenen Medienberichten daran beteiligen, um zu verhindern, dass der 20-prozentige Anteil verwässert. Im Vorjahr organisierte sich die Lufthansa Group von den Regierungen Deutschlands, Belgiens, Österreichs und der Schweiz eine milliardenschwere Staatshilfe. Die Bundesrepublik verlangte hierfür Anteile sowie eine stille Beteiligung in der Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Genau diese will der Kranich mit Hilfe der Kapitalerhöhung zumindest teilweise zurückzahlen. Zieht die Regierung tatsächlich mit, so führt das zum absurden Umstand, dass zumindest teilweise Steuergeld mit Steuergeld zurückbezahlt wird. Verzichtet man in Berlin auf die Beteiligung an der Kapitalerhöhung, so würde der Anteil verwässern. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

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Gewessler will sinkende Flughafengebühren verbieten

In einigen europäischen Staaten wurden die Flughafengebühren gesenkt, um Airlines unterstützen zu können. Österreich geht einen anderen Weg und friert die Entgelte ein. Laut Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) will man so verhindern, dass diese billiger werden. In der Alpenrepublik sind die Gebühren, die öffentliche Verkehrsflughäfen erheben müssen, im so genannten Flughafenentgeltegesetz geregelt. Eine durchaus komplizierte Formel berechnet immer auf Basis der Vorjahreszahlen die von den Nutzern zu entrichtenden Gebühren. Dadurch soll – zumindest in der Theorie – erreicht werden, dass die Airports defizitär werden. Würde man die Fluggastzahlen des Jahres 2020 als Grundlage nehmen, käme es zu einem massiven Anstieg der Entgelte. Gleichzeitig verunmöglicht das Gesetz den Betreibern marktwirtschaftlich zu agieren und mit niedrigeren Preisen neue Kunden anzulocken. Letzterer Punkt ist offensichtlich Verkehrsministerin Leonore Gewessler gerade recht. Die Begutachtung einer Novelle des FEG wurde am Mittwoch eingeleitet. Die Gewerkschaft Vida kritisiert die verkürzte Begutachtungszeit für so eine umfassende Gesetzesänderung. Dabei geht es auch um arbeitnehmerrelevante Bestimmungen, wie zum Beispiel die Ausstellung von Tauglichkeitsbescheinigungen. Anderseits sind auch viele Änderungen in den Gesetz enthalten, die im direkten Zusammenhang mit dem Datenschutz stehen. „Damit werden die Flughafentarife gesichert, ein massiver Gebührenverfall verhindert“, erklärt Bundesministerin Leonore Gewessler. „Lautere Flugzeuge sollen künftig verpflichtend höhere Entgelte bezahlen als leisere. Das ist ein wichtiger Schritt für effektiven Lärmschutz“. „Das stärkt die österreichischen Flughäfen – das ist eine wichtige Corona-Unterstützung“, stellt Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) fest. „Wir steuern hier gesetzlich gegen, weil sonst durch die Krise und den Einbruch des Flugverkehrs bedingt die gesetzlich zulässigen Gebühren der Flughäfen

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