Juli 10, 2022

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Juli 10, 2022

Zu wenige Triebwerke: Go First muss 12 A320neo am Boden lassen

Der indischen Billigfluggesellschaft Go First gehen die Triebwerke für ihre 52 Airbus A320neo aus. Daher muss man bereits 12 Einheiten auf dem Boden halten. Hintergrund ist, dass man zahlreiche Pratt & Whitney PW1100G noch nicht von Überholungen bzw. Nachrüstungen zurückbekommen hat. Die Angelegenheit zieht sich schon einige Zeit hin, denn die lokale Zeitung „Economic Times“ berichtet, dass die betroffenen Triebwerke bereits im Jänner 2022 an den Hersteller übergeben wurden. Man hoffte darauf, dass man zwischenzeitlich einen Ersatz erhalten wird, jedoch war dies aus nicht näher bezeichneten Gründen nicht möglich. Die Rückgabe der von P&W überholten Triebwerke verzögerte sich. Derzeit geht man davon aus, dass diese voraussichtlich Mitte Juli 2022 eintreffen werden. Die Fluggesellschaft kann bis dahin rund ein Fünftel der A320neo-Flotte nicht betreiben. Go First ist der neue Name der Billigfluggesellschaft Go Air. Derzeit betreibt man unter anderem 52 Airbus A320neo sowie fünf A320ceo. Die indische Luftfahrtbehörde besteht auf Überholungen bzw. Nachrüstungen der PW1100G-Triebwerke. Der Konkurrent IndiGo Airlines hat laut CH-Aviation.com diesen Schritt bereits im August 2020 abgeschlossen. Die indische Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA) untersagte den Betrieb der nicht umgerüsteten PW1100G.

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KLM nimmt zwei Embraer 190 von German Airways ins Wetlease

German Airways wird ab 28. August 2022 mit zwei Embraer 190 im Auftrag von KLM fliegen. Der Wetlease-Auftrag ist vorerst bis zum 30. Oktober 2022 befristet. Die niederländische Airline erklärte unter anderem, dass man aufgrund von Personalmangel die beiden Regionaljets samt Besatzungen anmieten wird. Die von German Airways betriebenen Embraer 190 werden ab Amsterdam-Schiphol zum Einsatz kommen von dort aus primär auf Routen, die sonst von KLM Cityhopper bedient werden, anzutreffen sein. Unter anderem handelt es sich um die Destinationen Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg, Basel, Göteborg und Stavanger. KLM und der Flughafen Amsterdam-Schiphol leiden derzeit unter akutem Personalmangel. Dieser hat zur Folge, dass es am Airport regelmäßig stundenlange Wartezeiten, unter anderem vor der Sicherheitskontrolle, gibt. Das niederländische Luftfahrtunternehmen hat eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, die die aktuelle Situation zumindest lindern sollen.

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Trotz Streik: SAS-Piloten fliegen gestrandete Urlauber aus

Die Fluggesellschaft SAS muss derzeit aufgrund von Pilotenstreiks viele Flüge streichen. Nun gibt es eine „kleine Einigung“ mit den Flugzeugführern, denn diese haben sich dazu bereiterklärt über das laufende Wochenende rund 100 Flüge durchzuführen, um gestrandete Urlauber nach Hause zu fliegen. Im Kern des Tarifstreits liegen Geschäftsleitung und Gewerkschaften noch sehr weit auseinander. Unmittelbar vor dem Beginn des Arbeitskampfs wurde bekannt, dass SAS in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 angemeldet hat. Als Ursache hierfür hat die Geschäftsleitung auch auf den Pilotenstreik verwiesen. Mittlerweile wird auch im Bereich der Technik gestreikt. Über das Wochenende sind bereits zahlreiche SAS-Flugzeuge leer zu Urlaubsorten geflogen und haben und haben dort gestrandete Urlauber abgeholt und nach Hause geflogen. Das will man auch in nächster Zeit zu beibehalten, aber nur dann, wenn es keine alternativen Reiseziele gibt. Wie lange der Pilotenstreik bei SAS andauern wird, lässt sich derzeit nicht abschätzten. Die Fronten gelten als massiv verhärtet.

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Vor Gericht: Qatar behauptet, dass Max-Order „hinfällig ist“

Kurz nachdem der europäische Flugzeugbauer Airbus dem Golfcarrier Qatar Airways eine Großbestellung über 50 A321neo storniert hat wurde bekannt, dass bei Boeing eine Absichtserklärung über eine größere Anzahl von 737 Max unterzeichnet wurde. Diese soll nun hinfällig sein. Airbus und Qatar Airways befinden sich im Vereinigten Königreich in verschiedenen Verfahren vor Gericht. Es geht unter anderem um die von der Fluggesellschaft behaupteten Qualitätsmängel am Maschinentyp A350, aber auch um die Stornierung der A321neo-Großbestellung. Der Flugzeugbauer verlangte nun, dass eine Kopie der Vereinbarung, die der Golfcarrier mit Boeing unterschrieben hat, bei Gericht vorgelegt wird. Erst vor wenigen Wochen erklärte Qatar Airways, dass man die Boeing 737 Max nicht selbst betreiben wird, sondern diese bei einer nicht näher bezeichneten Tochtergesellschaft zum Einsatz kommen werden. Die von Airbus eingeforderten Unterlagen wolle man aber nicht offenlegen, sondern argumentierte laut einem Reuters-Bericht, der sich auf Gerichtsunterlagen bezieht, dass die Absichtserklärung hinfällig ist und bereits abgelaufen wäre. Dies ist durchaus ungewöhnlich, denn in der Branche ist es durchaus üblich, dass zwischen der Unterfertigung des so genannten LoIs und dem tatsächlichen Kaufvertrag so einiges an Zeit vergehen kann. Beispielsweise hat sich die IAG in Sachen Max-Order mehrere Jahre Zeit gelassen. Demnach ist nicht ausgeschlossen, dass Qatar Airways schlichtweg das Dokument nicht offenlegen will. Weder die betroffene Fluggesellschaft noch Hersteller Boeing wollten den Vorgang kommentieren. Da sich ein Teil der Absichtserklärung auch auf die Max-10 bezieht: Derzeit ist die Zukunft dieses Programms völlig offen, denn dieser Maschinentyp hat keine Zertifizierung. Der Flugzeugbauer macht nun Druck und droht damit,

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Juni 2022: Airbus konnte mehr Flugzeuge ausliefern

Der Flugzeugbauer Airbus konnte im Juni 2022 insgesamt 60 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden ausliefern. Damit lag man um 13 Einheiten über dem Wert, den man im Mai 2022 erreichen konnte. Innerhalb der ersten sechs Monate des laufenden Jahres lieferte Airbus 297 Maschinen aus. Damit ist man vom selbstgesteckten Ziel, dass man heuer 720 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben will, noch weit entfernt. Traditionell ziehen die Auslieferungen im Schlussquartal stark an. Neubestellungen konnte Airbus im Juni 2022 insgesamt 78 Stück an Land ziehen. Gleichzeitig kassierte man aber auch zehn Stornierungen. Erst kürzlich konnte man eine Großbestellung aus China vermelden: Mehrere Carrier haben gemeinsam 292 Maschinen der A320neo-Reihe geordert. Auch befindet man sich in Gesprächen über eine größere Bestellung für den Maschinentyp A220.

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