Februar 10, 2023

Weitere Artikel aus der Rubrik

Februar 10, 2023

Ausgeträumt: Mitsubishi stellt Spacejet endgültig ein

Viele Jahre lang hat Mitsubishi Heavy Industries den Spacejet entwickelt, jedoch konnte bislang kein einziges Exemplar ausgeliefert werden. Das seit einiger Zeit auf Eis liegende Programm wird nun endgültig eingestellt. Inwiefern die Kunden von rund 270 Bestellungen entschädigt werden, ist noch völlig offen. Der Spacejet ging als ambitioniertes Projekt der japanischen Luftfahrt an den Start und sollte dazu führen, dass diese wieder international mitmischen kann. Abgesehen von größeren Bestellungen, die man von All Nippon Airways und einer U.S.-amerikanischen Regionalfluggesellschaft an Land ziehen konnte, war die Neuentwicklung nie ein Verkaufsschlager. Der Zukauf des CRJ-Programms von Bombardier solle dies ändern, jedoch erfüllten sich auch in diesem Zusammenhang die Hoffnungen der Japaner nicht. Gegen Beginn der Corona-Pandemie entschied sich Mitsubishi Heavy Industries dazu, dass der Spacejet-Projekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wird. Man stellte sämtliche Testflüge ein und wollte zu einem späteren Zeitpunkt über eine mögliche Fortführung entscheiden. Das hat man nun getan, jedoch wird das Programm aufgegeben. Über knapp 15 Jahre hat MHI etwa 7,6 Milliarden U.S.-Dollar für den Spacejet, der nie an Kunden ausgeliefert wurde, ausgegeben. Das ursprünglich als Mitsubishi Regional Jet bezeichnete Muster stand in direkter Konkurrenz mit der Embraer E-Jet-Reihe sowie der Airbus A220-Familie. Allerdings hatte man von Anfang an Probleme, denn eigentlich hätte der Spacejet schon längst an Erstkunde ANA übergeben werden sollen. Wegen jahrelanger Verzögerungen kam es dazu nie und wird es auch nicht kommen, weil das Programm eben eingestellt wurde. In gewisser Weise ist es natürlich auch ein Gesichtsverlust für die japanische Luftfahrtindustrie, jedoch ist

weiterlesen »

Sarajevo: Ryanair verhandelt über Errichtung einer Basis

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat sich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung als einzige Airline für die Errichtung einer Basis in Sarajevo beworben. Eine zentrale Forderung des Carriers soll sein, dass der Airport künftig rund um die Uhr angeflogen werden kann. Man hofft, dass sich Ryanair länger halten wird als der Mitbewerber Wizz Air. Dieser konnte sich im Jahr 2020 durchsetzen, jedoch wurde die Basis bereits im November 2022 geschlossen. Die aktuelle Ausschreibung war nicht auf Lowcoster beschränkt. Auch die Anzahl der vor Ort zu stationierenden Flugzeuge ist nicht mehr mit einer Mindestanzahl versehen. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen der Ryanair Group und dem Flughafenmanagement. Die Errichtung einer Basis wurde auch deshalb öffentlich ausgeschrieben, weil die öffentliche Hand Subventionen verteilt und auch eine gewisse Exklusivität einräumt.

weiterlesen »

Rumänien: Legend Airlines übernimmt drei Airbus A340-300 von Airhub Airlines

Die rumänische Fluggesellschaft Legend Airlines wird drei weitere Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A340-300 einflotten. Es handelt sich um die Maschinen mit den Seriennummern 835, 938 und 668. Diese waren vormals unter anderem bei Airhub Airlines im Einsatz. Das zuerst genannte Flugzeug ist derzeit im maltesischen Luftfahrtregister als 9H-AHUB eingetragen. Airhub Airlines hat vor einiger Zeit mitgeteilt, dass man sich sukzessive von allen Vierstrahlern trennen wird. Die Maschine wurde im Jahr 2007 an Finnair ausgeliefert. Der Airbus A340-300 mit der Seriennummer 938 wird momentan als 9H-HOP von Airhub Airlines genutzt und ging ursprünglich im Jahr 2008 an Finnair. Als 9H-ZMK ist der dritte Airbus A340-300, der vom maltesischen Carrier zu Legend Airlines wechseln soll, unterwegs. Diese Maschine wurde im Jahr 2005 an Air Tahiti Nui ausgeliefert. Derzeit verfügt der rumänische Carrier über zwei Airbus A340-300, jedoch kann man diese nur eingeschränkt einsetzen. Hintergrund ist, dass zwar das AOC gültig ist, jedoch die Betriebsgenehmigung vorübergehend ausgesetzt ist. Der Carrier muss einige Auflagen erfüllen, um kommerziell fliegen zu dürfen. Im Vorjahr wurde bekannt, dass man plant im Sommer 2023 mit fünf Airbus A340-300 zu fliegen. Nun ist bekannt, dass die drei noch unbekannten Exemplare aus Beständen der Air Hub Airlines stammen werden. Derzeit ist Legend Airlines der einzige rumänische AOC-Holder, der Maschinen des Typs Airbus A340 hat.

weiterlesen »

Croatia Airlines wird im A220 Wlan anbieten

An Bord der künftigen Airbus-A220-Flotte will Croatia Airlines Wlan-Internet anbieten. Jene zwei A220-100 und vier A220-300, die ab Anfang 2024 ausgeliefert werden sollen, werden bereits mit der notwendigen Technik ausgerüstet sein. Weitere sechs Einheiten sollen zwischen 2025 und 2026 zur Flotte stoßen. Die A220-Passagiere von Croatia Airlines werden Breitbanddienste auf ihren Wi-Fi/WLAN-fähigen Geräten wie Smartphones, Tablets und Laptops nutzen können, um während des Fluges E-Mails zu schreiben, im Internet zu surfen und soziale Medien zu aktualisieren. Jeder Sitz wird mit USB-A- und USB-C-Anschlüssen sowie Smartphone- und Tablet-Halterungen ausgestattet sein. In den geräumigen Gepäckfächern, die für ein Flugzeug dieser Größe die größten sind, kann jeder Passagier einen Rollkoffer unterbringen

weiterlesen »

Aeroexpress Regional führt Budapest-Cluj fort

Unter der Marke Aeroexpress Regional werden im Sommerflugplan 2023 auch Nonstopflüge zwischen Budapest und Cluj angeboten. Diese Route hätte eigentlich nur temporär bis zum 17. Februar 2023 bedient werden sollen. Die Route soll vorerst an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Turbopropflugzeugen des Typs Embraer 120 bedient werden. Derzeit wird diese Strecke von keiner anderen Airline bedient, jedoch plant die rumänische Regionalfluggesellschaft Air Connect diese ab 28. März 2023 aufzunehmen. Der Herausforderer will an den Verkehrstagen Dienstag und Sonntag fliegen. Aeroexpress Regional hatte im Herbst des Vorjahres ab Cluj und Târgu Mureș kurzzeitig auch das Ziel Debrecen im Portfolio. Diese wurden mangels Nachfrage aber wieder aufgegeben. Formell ist der Anbieter eine so genannte virtuelle Fluggesellschaft, da die operative Durchführung durch Base Airlines (Budapest Aircraft Service) erfolgt. Allerdings ist man an Aeroexpress Regional finanziell beteiligt. Budapest Aircraft Service ist ein Embraer-120-Operator, der ursprünglich auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen sowie Frachtflüge spezialisiert ist. Über die Beteiligung Aeroexpress Regional ist man defacto ins Liniengeschäft eingestiegen. Das Streckennetz ist auf die Verbindung von ungarischen Airports mit rumänischen ausgerichtet. Die Route Budapest-Cluj ist vorerst bis Mitte April 2023 buchbar, jedoch ist davon auszugehen, dass in Kürze eine Verlängerung über die komplette Sommerperiode 2023 erfolgen wird.

weiterlesen »

Ljubljana: Adria Tehnika will Großraumjets warten

Der am Flughafen Ljubljana ansässige Wartungsbetrieb Adria Tehnika will künftig auch Großraumflugzeuge betreuen. Dazu will man einen fünften Hangar errichten. Das Unternehmen gehört der Avia Prime Group an. „Wir rechnen mit der Wartung von Airbus A330, aber aufgrund der Größe des Hangars wird er auch Flugzeuge bis zum A350 aufnehmen können. Je nach Geschäftslage könnten wir auch mehrere Schmalrumpfflugzeuge anstelle eines Großraumflugzeugs warten“, so Chief Commercial Officer Mirjana Tratnjek Ceh. Derzeit geht man davon aus, dass der geplante 6.400-Quadratmeter-Hangar im Jahr 2026 in Betrieb genommen werden kann.

weiterlesen »

Wizz Air stellt fünf weitere Rumänien-Strecken ein

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air wird ab Mitte März 2023 weitere fünf Strecken ab Rumänien einstellen. Betroffen sind die Flughäfen Sibiu, Iasi, Cluj und Bukarest. Ab dem zuletzt genannten Airport wird auch die Ancona-Route, die erst am 3. Jänner 2023 aufgenommen wurde, wieder eingestellt. Zwar heißt es derzeit, dass die Route voraussichtlich im Winterflugplan 2023/24 reaktiviert werden soll, jedoch sind laut Boardingpass.ro die Chancen gering, da die Nachfrage in der kalten Jahreszeit ohnehin gering sein soll. Auch Rimini wird man nicht mehr ab Bukarest bedienen. Diese Route wurde am 29. September 2022 erstmals bedient und wird in Kürze wieder aufgegeben. Ab Sibiu wird der Rotstift auf der Madrid-Strecke angesetzt. Ab Iasi fällt Bari weg. Hintergrund ist, dass die Basis in Italien aufgelöst wird. Zwar hat der Carrier angekündigt, dass diese Route im Winterflugplan 2023/24 wieder bedient werden soll, jedoch gilt es die tatsächliche Umsetzung abzuwarten. Ab Cluj wird Wizz Air ab Mitte Mai 2023 nicht mehr nach Perugia fliegen. Auch diese Route soll im Winter 2023/24 reaktiviert werden.

weiterlesen »

Rom: Ita Airways stockt Sao Paulo auf

Ab 1. August 2023 wird Ita Airways häufiger zwischen Rom-Fiumicino und Sao Paulo (Guarulhos) fliegen. Der Carrier wird vier wöchentliche Umläufe hinzufügen. Ursprünglich plante man im Sommerflugplan 2023 täglich zu fliegen. Aufgrund der hohen Nachfrage hat man sich dazu entschlossen, dass Sao Paulo ab 1. August 2023 elf Mal pro Woche angesteuert wird.

weiterlesen »

Statt Fusion mit Avianca: Jetsmart will Viva Colombia übernehmen

Bislang strebte die angeschlagene Fluggesellschaft Viva Colombia eine Fusion mit Avianca an. Das notwendige grüne Licht hat man seitens der Wettbewerbsbehörden noch nicht bekommen. Nun tut sich eine Alternative auf, denn der chilenische Lowcoster Jetsmart hat ein Angebot zur vollständigen Übernahme gelegt. Sollte das Vorhaben gelingen würde ein großer Rivale für Avianca entstehen. Die chilenische Fluggesellschaft versicherte, dass sie über die Ressourcen, die Kapazität und die Erfahrung verfügt, um eine Übernahme schnell auszuhandeln und abzuschließen. JetSmart ist Teil des Airline-Portfolios von Indigo Partners, einem Investmentfonds, der fünf weitere Fluggesellschaften kontrolliert (darunter Frontier Airlines und Wizz Air) und für seine führende Rolle in diesem Segment der globalen Airline-Industrie bekannt ist. Angekündigt ist auch, dass man in Kürze mit den Eigentümern von Viva Colombia in Übernahmeverhandlungen treten wird. Estuardo Ortíz, CEO von Jetsmart erklärte unter anderem, dass „wir bei JetSmart die Erfahrung, die Fähigkeiten und die Ressourcen haben, um diese Transaktion durchzuführen, und wir hoffen, dass wir sie schnell und effektiv vorantreiben können“. Der chilenische Lowcoster bedient derzeit 79 Strecken in sieben südamerikanischen Ländern und fliegt in Kolumbien, wo sie seit Ende 2019 tätig ist, nach Bogotá, Cali und Medellín mit Ziel Chile. Nach Ansicht des Unternehmens wäre eine mögliche Integration von Jetsmart und Viva Air die Option mit den besten Marktbedingungen, da die Fluggesellschaften keine gemeinsamen Strecken in Kolumbien haben und beide neue Airbus A320neo-Flotten betreiben.

weiterlesen »

Amritsar: Spicejet führt Rom- und Bergamo-Flüge fort

Die indische Billigfluggesellschaft Spicejet führt ihr ursprünglich bis Ende Jänner 2023 befristetes Flugprogramm zwischen Amritsar und Italien bis mindestens Ende Feber 2023 fort. Über eine mögliche weitere Verlängerung ist noch keine Entscheidung gefallen. Der Carrier steuert seit einiger Zeit mit Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737-Max-8 die Flughäfen Bergamo und Rom-Fiumicino an. Punktuell kommen in Richtung der italienischen Hauptstadt auch B737-800 zum Einsatz. Bergamo soll vorerst zweimal wöchentlich angesteuert werden, wobei ab 18. Feber 2023 auf einmal pro Woche reduziert werden soll. Im Gegenzug stockt man die Rom-Verbindung mit Wirksamkeit zum 10. Feber 2023 auf zwei wöchentliche Umläufe auf. Auf dieser Strecke kommen sowohl Boeing 737 Max 8 als auch B737-800 zum Einsatz. Bergamo ist ausschließlich mit Max 8 geplant.

weiterlesen »