
Kammerspiele Wien: Dickens‘ Klassiker im Glitzergewand der Sixties
Mit „Miss Scrooge – Ein Weihnachtsmärchen“ holen die Kammerspiele der Josefstadt die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte der Weltliteratur in einer erfrischend neuen Inszenierung auf die Bühne. Regisseur Werner Sobotka verlegt Charles Dickens‘ zeitlosen Klassiker „A Christmas Carol“ in die pulsierenden Swinging Sixties, komplett mit Glitzer, Glamour und musikalischem Schwung. Die Premiere des Stücks, das am 16. November 2024 uraufgeführt wird, verspricht einen unvergesslichen Abend für die ganze Familie. Eine moderne Interpretation eines Klassikers Charles Dickens veröffentlichte „A Christmas Carol“ 1843, eine Erzählung, die seither unzählige Male adaptiert wurde. Ob in Filmen wie „Die Geister, die ich rief“ mit Bill Murray oder der charmanten „Muppets-Weihnachtsgeschichte“ – der Wandel des griesgrämigen Ebenezer Scrooge zum weihnachtlichen Wohltäter ist ein Thema, das Generationen berührt. Nun bekommt die Geschichte in den Kammerspielen ein feminines Gesicht und eine neue Ära: Aus Ebenezer wird Ebenita Scrooge, gespielt von Maria Köstlinger, die als erfolgreiche, aber kaltherzige Modekauffrau gezeigt wird. Mit viel Feingefühl und Humor erzählt Werner Sobotka, wie Ebenita in einer schillernden Nacht von den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heimgesucht wird, um ihr Herz für die Freuden des Weihnachtsfestes zu öffnen. Glamour trifft Gesellschaftskritik Die Inszenierung spielt im Kontext der 1960er Jahre – einer Zeit des Umbruchs, des Konsumrauschs, aber auch sozialer Spannungen. Sobotka nutzt diese Ära, um den Kapitalismus und die Oberflächlichkeit zu beleuchten, ohne dabei den Kern von Dickens’ Botschaft zu verlieren: Weihnachten als Fest der Menschlichkeit und Nächstenliebe. Besonders beeindruckend ist das Bühnenbild von Judith Leikauf und Karl Fehringer, das den Zeitgeist der Sixties




