März 27, 2025

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März 27, 2025

FACC AG meldet Rekordumsatz und plant weiteres Wachstum

Die FACC AG hat im Geschäftsjahr 2024 den höchsten Konzernumsatz seit Unternehmensgründung erzielt. Mit einer Steigerung um 20 Prozent auf 884,5 Millionen Euro wuchs das Unternehmen in allen Geschäftsbereichen deutlich. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) legte trotz gestiegener Standortkosten um rund 62 Prozent auf 28,3 Millionen Euro zu. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 erwartet die FACC ein weiteres Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 Prozent. Die Umsatzsteigerung wurde in allen drei Hauptdivisionen – Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors – erzielt. Zudem trugen die neuen Geschäftsfelder Advanced Air Mobility und Aftermarket Services zur positiven Entwicklung bei. Die Belegschaft wuchs um 394 Vollzeitstellen auf insgesamt 3.850 Mitarbeiter. Trotz dieser Erfolge sieht sich die FACC mit anhaltend hohen Personal-, Energie- und Bürokratiekosten konfrontiert, die die Profitabilität belasten. Um den steigenden Kosten entgegenzuwirken, setzt die FACC ein umfassendes Effizienz- und Sparprogramm um. Dieses wurde bereits im Herbst 2024 beschlossen und soll bis Ende 2026 zusätzliche Ertragssteigerungen bringen. Ziel ist es, die überproportionalen Kostensteigerungen insbesondere am österreichischen Standort zu kompensieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Der positive Ausblick für 2025 basiert auf der anhaltenden Erholung der Luftfahrtindustrie. Laut der International Air Transport Association (IATA) wird das Passagieraufkommen im Jahr 2025 voraussichtlich erstmals die Fünf-Milliarden-Marke überschreiten. Mit einem vollen Auftragsbuch führender Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, COMAC und Embraer sieht sich die FACC gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage nach neuen Flugzeugen zu profitieren.

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Boeing steht vor Prozess wegen betrügerischer Machenschaften

Am 23. Juni 2025 wird ein US-amerikanischer Richter den mit Spannung erwarteten Prozess gegen Boeing eröffnen, der sich mit den fatalen 737 Max Abstürzen befasst. Dieser Fall, der auf die schweren Mängel in der Entwicklung und Prüfung des Flugzeugs hinweist, könnte weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen und seine Führung haben. Der Ausgang des Verfahrens wird nicht nur das rechtliche Schicksal von Boeing bestimmen, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung und das Vertrauen in den Flugzeugbauer beeinflussen. Der Boeing 737 Max ist eine Weiterentwicklung der weit verbreiteten 737-Reihe des Flugzeugherstellers und sollte vor allem gegen die Airbus A320neo-Familie konkurrieren. Doch die Einführung des Modells verlief alles andere als reibungslos. Zwei verheerende Abstürze – der Lion Air-Flug 610 im Oktober 2018 und der Ethiopian Airlines-Flug 302 im März 2019 – führten zur weltweiten Aussetzung des Flugzeugtyps. Bei beiden Unglücken kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben. Später stellte sich heraus, dass ein Softwarefehler im sogenannten MCAS-System (Maneuvering Characteristics Augmentation System) maßgeblich zu den Abstürzen beigetragen hatte. Diese Katastrophen riefen nicht nur weltweite Trauer hervor, sondern lösten auch eine Flut von Untersuchungen zu den Herstellungsprozessen und der Sicherheitsprüfung des Flugzeugs aus. Die strafrechtliche Klage gegen Boeing Im Dezember 2024 wurde die strafrechtliche Betrugsanklage gegen Boeing durch das US-amerikanische Justizministerium (DOJ) in die Wege geleitet. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, sich einer betrügerischen Verschwörung schuldig gemacht zu haben, indem es die US-amerikanischen Luftfahrtbehörden – insbesondere die Federal Aviation Administration (FAA) – in ihrer Funktionsweise und bei der Zulassung des 737 Max über die Mängel des Flugzeugs hinweg

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Sun-Air stellt nach 34 Jahren den Linienflugbetrieb ein

Die dänische Regionalfluggesellschaft Sun-Air of Scandinavia beendet nach mehr als drei Jahrzehnten ihren Linienflugbetrieb. Die letzte Verbindung zwischen Billund und dem London City Airport wird Ende März 2025 eingestellt. Damit zieht sich die Fluglinie vollständig aus dem Linienverkehr zurück. Sun-Air war seit 1990 als Franchise-Partnerin von British Airways tätig und bediente zahlreiche Strecken zwischen skandinavischen Regionalflughäfen und europäischen Wirtschaftszentren. Zu den früheren Routen zählte unter anderem die Verbindung zwischen Billund und Düsseldorf. Als Grund für den Rückzug aus dem Liniengeschäft nennt das Unternehmen die veränderten Marktbedingungen nach der Covid-19-Pandemie und die fehlende Rentabilität speziell auf Geschäftsreise-Strecken. Für die Zukunft plant Sun-Air eine Neuausrichtung auf Charterflüge. Konkrete Entscheidungen zur weiteren Nutzung der bestehenden Flugzeugflotte wurden jedoch noch nicht getroffen. Die Flotte bestand zuletzt aus mehreren Dornier 328-Jets, die für ihre Eignung auf Kurzstrecken bekannt sind. Die Einstellung des Linienbetriebs markiert das Ende einer Ära für Sun-Air, die über Jahrzehnte als verlässlicher Anbieter im skandinavischen Flugverkehr galt. Der Rückzug unterstreicht den anhaltenden Druck auf kleinere Fluggesellschaften, die sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten müssen.

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