September 30, 2025

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September 30, 2025

Österreich feiert Brausilvester und seine Bierkultur

Österreich begeht am 30. September 2025, dem Tag des österreichischen Bieres, das sogenannte Brausilvester. Dieser Tag markierte in früheren Zeiten das Ende des Braujahres und zugleich das Ende des sommerlichen Herstellungsverbotes für Bier. In der Zeit vor 1841 durfte Bier nur zwischen den Feiertagen Michaeli (29. September) und Georgi (23. April) gebraut werden, da die hohen Temperaturen das wärmeempfindliche Getränk im Sommer negativ beeinflußt hätten. Eine Revolution in der Braukunst wurde 1841 durch Anton Dreher aus Schwechat ausgelöst, als er das helle Lagerbier erfand. Dieses war das erste Bier der Welt, das ganzjährig genossen werden konnte. Das Lagerbier trat von Österreich aus seinen Siegeszug um die Welt an und ist heute der meistgetrunkene Bierstil weltweit. Die österreichische Brauwirtschaft, deren Wurzeln auf den im Jahre 1850 gegründeten „Brauherren-Verein“ zurückgehen, spielt heute mit knapp 350 Braustätten und einem jährlichen Ausstoß von rund 10 Millionen Hektolitern eine wichtige Rolle. Der Umsatz der Brauereien lag 2024 bei über 1,4 Milliarden Euro. Das Bierland Österreich ist auch im Bereich der Biergenuß-Kultur international führend. Tausende von Österreichern haben Prüfungen zum Bier-Jungsommelier oder Biersommelier abgelegt. Das österreichische Nationalteam, bestehend aus den zehn besten Sommeliers des Landes, errang bei der Biersommelier-Weltmeisterschaft 2025 sogar die Goldmedaille im Mannschaftsbewerb. Zudem sind die Biere des Landes im internationalen Wettbewerb überaus erfolgreich: Beim renommierten European Beer Star 2025 wurden 14 heimische Biere mit Medaillen ausgezeichnet, davon sieben mit Gold. Florian Berger, Geschäftsführer des Verbands der Brauereien Österreichs, unterstrich, daß der Erfolg auf der Verwendung von hochqualitativen Rohstoffen, die bevorzugt aus der Region

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USA und Taiwan finanzieren Flottenmodernisierung der Air Marshall Islands

Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen gemeinsam mit Taiwan die Modernisierung der alternden Flugzeugflotte der Air Marshall Islands (CWM). Das US-Außenministerium kündigte am 20. September die Bereitstellung von 8,3 Millionen US-Dollar an, die Teil eines umfassenden Hilfspaketes für die Marshallinseln sind. Diese finanzielle Zuwendung, die nach jüngsten bilateralen Gesprächen in Majuro bekanntgegeben wurde, ist in einen größeren Kontext von Verteidigungszusammenarbeit, Infrastrukturprojekten und humanitärer Hilfe eingebettet. Der Zuschuß zielt darauf ab, die operationelle Kapazität der nationalen Fluggesellschaft, deren Flotte ein beträchtliches Durchschnittsalter aufweist, zu stärken. Die Initiative unterstreicht die geopolitische Bedeutung der Marshallinseln für die Vereinigten Staaten im Indo-Pazifischen Raum. Dringender Handlungsbedarf bei der Flottenerneuerung Die Air Marshall Islands betreibt eine Flotte, die dringend modernisiert werden muß. Daten zeigen, daß die Fluggesellschaft derzeit vier Flugzeuge im Einsatz hat: zwei DHC-8-100 und zwei Do228-212. Das Durchschnittsalter dieser Maschinen beträgt 35,4 beziehungsweise 33,3 Jahre. Diese betagten Flugzeuge sind für den interinsularen Betrieb, der auf 23 inländische Ziele über 31 Routen ausgerichtet ist, eine Herausforderung in Bezug auf Betriebssicherheit und Wartungsaufwand. Die Modernisierung der Flotte ist für die Marshallinseln von essentieller Bedeutung, da die Air Marshall Islands die lebenswichtige Verbindung zwischen den weit verstreuten Inseln des Archipelstaates gewährleistet. Ein zuverlässiger Flugbetrieb ist die Grundlage für die medizinische Versorgung, den Handel und die allgemeine Konnektivität der Inselbewohner mit dem Hauptzentrum in Majuro. Bereits im Dezember 2024 hatte der taiwanesische Präsident Lai Ching-te dem Inselstaat ein zinsgünstiges Darlehen für die Erweiterung der Flotte der Air Marshall Islands in Aussicht gestellt. Einen Monat vor dieser Zusage hatte

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Salzburger Fachhochschule veranstaltet Kongreß zu Resilienz und Digitalisierung im Tourismus

Die Fachhochschule Salzburg (FH Salzburg) veranstaltet am 9. Oktober 2025 einen Kongreß unter dem Titel „Resilienter Tourismus und Digitalisierung – Betriebe und Organisationen stärken!“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie der Tourismus aus Krisen gestärkt hervorgehen und wie die Digitalisierung die Zukunftsfähigkeit der Branche sichern kann. Die Initiative geht aus dem Forschungsprojekt „Resilienter Tourismus“ hervor und wird in Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Brennpunkt Digitalisierung“ durchgeführt. Die Tourismusbranche sieht sich tiefgreifenden Herausforderungen gegenüber, darunter geopolitische Unsicherheiten und die rasche Digitalisierung. Diese Entwicklungen erfordern eine Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Betrieben und Organisationen sowie innovative Lösungsansätze. Die FH Salzburg bietet mit dem Kongreß am Campus Urstein in Puch eine Plattform, um diese Schlüsselthemen wissenschaftlich fundiert und praxisnah zu erörtern. Als Redner werden unter anderem der international bekannte Genetik-Experte Markus Hengstschläger und der Geschäftsführer der Vorreiter AG, Alexander Aisenbrey, erwartet. Das INTERREG-Projekt „Resilienter Tourismus“ zielt darauf ab, grenzübergreifende Strategien und Aktionspläne zu entwickeln, um die Krisenfestigkeit von Destinationen und Betrieben in Bayern, Tirol und Salzburg zu stärken. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist dank der Förderung durch dieses Projekt kostenfrei. Zielgruppen sind Tourismusbetriebe, Destinationen, Unternehmensleitungen und Beratungsagenturen.

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Air Canada beziffert Kosten des Flugbegleiterstreiks auf $375 Millionen Betriebsergebnisverlust

Der dreitägige Streik der Flugbegleiter von Air Canada im August 2025 hat die kanadische Fluggesellschaft nach ersten Schätzungen mit massiven finanziellen Verlusten konfrontiert. Das Unternehmen bezifferte den Verlust des Betriebsergebnisses aus der Arbeitsniederlegung auf rund 375 Millionen Kanadische Dollar (CA$). Diese Summe setzt sich zusammen aus 430 Millionen CA$ an entgangen Einnahmen, abzüglich vermiedener Kosten in Höhe von 145 Millionen CA$, zuzüglich zusätzlicher Kunden- und Arbeitskosten von 90 Millionen CA$. Der Streik, der von der Canadian Union of Public Employees (CUPE) organisiert wurde, führte zur Annullierung von über 3.200 Flügen in der wichtigen Sommerreisezeit und zwingt die Airline zu einer Revision ihrer Jahresprognose. Massive finanzielle Belastung durch Arbeitskampf Der Streik der Flugbegleiter traf Air Canada in einem der lukrativsten Monate des Jahres, der Sommerhochsaion. Die Airline sah sich gezwungen, umfassende Notfallpläne umzusetzen, um den Flugbetrieb kontrolliert herunter- und wieder hochzufahren. Trotz dieser Vorbereitungen resultierten die dreitägigen Arbeitsniederlegungen in der Annullierung von mehr als 3.200 Flügen. Die veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2025 zeigen die gravierenden Auswirkungen auf die Geschäftszahlen. Der Verlust von 430 Millionen CA$ an Umsatz macht den größten Einzelposten aus. Die zusätzlichen Kosten, die durch die Kundenentschädigungen und Arbeitskosten (90 Millionen CA$) entstanden sind, verdeutlichen die umfassenden Auswirkungen eines solchen Massenstreiks. Air Canada bedauerte die Störung zutiefst und versicherte, daß man sich weiterhin der schnellen und korrekten Abwicklung aller Kundenansprüche widme. Bisher seien über 60.000 Entschädigungsansprüche bearbeitet worden. Reduzierte Quartalserwartungen und Sondereffekte Die finanziellen Auswirkungen des Streiks spiegeln sich deutlich in den revidierten Gewinnerwartungen für das

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Flughäfen fordern Entlastung für Reisende und mehr Flugziele

Anläßlich des Welttourismustages am 27. September 2025 haben die deutschen Flughäfen die Bundesregierung zu einer drastischen Senkung der staatlichen Standortkosten aufgerufen. Der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) betont, daß bezahlbares Reisen für Familien gesichert werden müsse. Die steigenden Kosten würden das Reisen für viele Menschen zunehmend erschweren, obwohl touristische Mobilität eine essentielle Rolle für Millionen von Bürgern spiele. Die Analyse der beliebtesten Flugziele der Deutschen im Sommer 2025 zeigt, daß Reisen über die reine Urlaubsreise hinausgeht. Neben klassischen Ferienregionen wie Palma de Mallorca, Antalya, Heraklion und Hurghada stehen auch Städte mit starken familiären Bindungen im Vordergrund, darunter Istanbul und Sofia. Die ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach unterstrich, daß der Tourismus nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sei, sondern auch eine gelebte Verbindung zwischen Kulturen, Generationen und Herzen darstelle. Neben der Forderung nach finanzieller Entlastung verlangen die deutschen Flughäfen eine stärkere Konnektivität. Eine mutige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik sei notwendig, um dem Luftverkehr die Möglichkeit zu geben, am internationalen Wachstumsmarkt teilzuhaben. Die Stärke der direkten Anbindung an die Welt sei ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Tourismus und Wirtschaft in Deutschland. Die Flughäfen sehen sich als das Rückgrat dieser Verbindungen und fordern, daß das Angebot an Flugzielen und Strecken nicht weiter reduziert werden darf. Der Welttourismustag, der seit 1980 von der Welttourismusorganisation (UNWTO) begangen wird, dient der Bewußtseinsstärkung für die vielfältige Bedeutung des Tourismus, welche die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte umfaßt. Die Forderungen des ADV spiegeln die Sorge der Branche wider, im internationalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn die Rahmenbedingungen, insbesondere die staatlichen Abgaben, nicht zugunsten

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Azul und GOL begraben Pläne für brasilianischen Mega-Carrier

Die brasilianische Luftfahrtlandschaft wird nicht durch die Entstehung eines Mega-Carriers umgekrempelt. Azul Linhas Aéreas hat die kommerziellen Gespräche über eine Fusion mit der Abra Group-Tochter GOL Linhas Aéreas Inteligentes offiziell beendet. Die Verhandlungen, die auf einer unverbindlichen Vereinbarung vom Januar 2025 basierten, wurden am 25. September 2025 eingestellt. Dieser strategische Bruch wird durch die gleichzeitige Beendigung der im Mai 2024 geschlossenen Codeshare-Vereinbarung unterstrichen. Während Azul, die größte Fluggesellschaft Brasiliens nach Flugfrequenz und bedienten Städten, sich primär auf die finanzielle Restrukturierung im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens konzentriert, bleibt GOL durch die Abra Group offen für zukünftige Gespräche. Die Folge ist eine intensivierte Konkurrenz auf dem heimischen Markt, von der möglicherweise der Wettbewerber LATAM Airlines profitieren könnte. Das Ende eines Mega-Carrier-Traumes Die geplante Fusion von Azul und GOL hätte zur Entstehung des größten Inlands-Carriers Brasiliens und eines der größten in Lateinamerika geführt. Die kombinierte Flotte hätte rund 330 Flugzeuge umfaßt und beinahe 300 nationale und internationale Ziele bedient. Ein Zusammenschluß dieser Größenordnung hätte jedoch nicht nur die Marktstruktur Brasiliens drastisch verändert, sondern auch eine Konzentration von etwa 75 Prozent der gesamten Kapazität in den Händen von nur zwei großen Fluggesellschaften (dem fusionierten Unternehmen und LATAM) bedeutet. Ein solches Ausmaß hätte unweigerlich eine intensive Prüfung durch die brasilianischen Kartellbehörden nach sich gezogen. Nach der Einreichung der Mitteilung über das Ende der Fusionsgespräche begründete Azul den Schritt damit, daß man sich weiterhin auf die Stärkung der Kapitalstruktur konzentrieren müsse. Azul befindet sich seit Mai 2025 im US-amerikanischen Insolvenzverfahren nach Chapter 11. GOL äußerte sich

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Bremen Airport führt „Kiss & Fly“-System ein

Der Flughafen Bremen hat ein neues Parkkonzept am Terminal eingeführt, welches das kurzzeitige Halten von Fahrzeugen bis zu zehn Minuten kostenfrei ermöglicht. Mit dem sogenannten „Kiss & Fly“-Modell wird die Abwicklung des Hol- und Bringverkehrs vor dem Abflugbereich vereinfacht. Bislang mußte die Parkgebühr bereits ab der ersten Minute am Automaten entrichtet werden. Das neue System basiert auf einer automatischen Kennzeichenerkennung mittels Kamera. Beim Befahren der Zone wird das Kennzeichen erfaßt, woraufhin eine Haltezeit von bis zu zehn Minuten kostenfrei gewährt wird. Das kostenfreie Halten ist auf einmal pro Tag und Fahrzeug beschränkt. Bei längeren Parkvorgängen wird eine Gebühr von drei Euro für jede weitere angefangene zehn Minuten fällig. Die Bezahlung erfolgt digital am Parkautomaten durch Eingabe des Kennzeichens. Der Flughafen verspricht sich von dem „Kiss & Fly“-System eine deutliche Entlastung der Verkehrssituation vor dem Terminal. Konrad Best, Chief Commercial Officer am Bremen Airport, erklärte, daß man eine freie Durchfahrt (free flow) im Abflugbereich erwarte, weshalb man bewußt auf die Installation eines Schrankensystems verzichtet habe. Parkvorgänge, die länger als zwanzig Minuten dauern, sollen auf die terminalnahen Parkhäuser, die zu den günstigsten in Norddeutschland zählen, verwiesen werden. Gegen sogenannte „Parksünder“, die ihre Fahrzeuge stunden- oder tagelang vor dem Terminal abstellen, werden künftig keine herkömmlichen Strafzettel mehr ausgestellt. Stattdessen wird in Fällen der Nichtbezahlung ein Zahlungsbescheid inklusive Mahn- und Bearbeitungsgebühren per Post an den Halter zugestellt. Dieses Vorgehen soll die Einhaltung der Kurzzeitparkregelung gewährleisten.

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