
Erster Airbus A350 für das Projekt Sunrise von Qantas in Toulouse fertiggestellt
Die Ära der direkten Flugverbindungen zwischen den entlegensten Metropolen der Welt rückt in greifbare Nähe. Am 12. April 2026 rollte der erste für das Projekt Sunrise konzipierte Airbus A350-1000ULR in Toulouse aus der Endmontagehalle. Damit erreicht ein Vorhaben, das die Grenzen der zivilen Luftfahrt verschieben soll, eine entscheidende Phase. Mit einer Reichweite von fast 10.000 Seemeilen wird dieses Flugzeug in der Lage sein, Nonstop-Flüge von Sydney nach London und New York durchzuführen, was eine Flugzeit von etwa 22 Stunden bedeutet. Nach Jahren der Verzögerung durch globale Krisen und Engpässe in den Lieferketten markiert dieser Rollout den Beginn einer intensiven Testphase. Das Flugzeug, das vorerst die französische Testregistrierung F-WZNK trägt, ist bereits vollständig mit seinen Rolls-Royce Trent XWB-97 Triebwerken bestückt. Für die australische Fluggesellschaft Qantas bedeutet dieser Fortschritt nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch eine strategische Neupositionierung im Wettbewerb mit den großen Drehkreuzen im Nahen Osten und Asien. Technische Anpassungen für extreme Distanzen Um die enorme Distanz von Australien zur US-Ostküste und nach Europa ohne Zwischenstopp bewältigen zu können, bedurfte es signifikanter technischer Modifikationen am Basismodell des Airbus A350-1000. Das Herzstück der Ultra-Long-Range-Variante (ULR) ist ein zusätzlicher Treibstofftank im hinteren Bereich des Rumpfes, der ein Fassungsvermögen von weiteren 20.000 Litern aufweist. Dieses erhöhte Kraftstoffvolumen ermöglicht es der Maschine, die notwendige Ausdauer für Flugzeiten von über 20 Stunden zu erreichen, selbst unter Berücksichtigung der strengen Sicherheitsreserven für unvorhergesehene Umwege oder Warteschleifen. Der Rollout in Toulouse leitet nun ein zweimonatiges Flugtestprogramm ein, nachdem zuvor umfangreiche Bodenchecks an den Systemen, der Hydraulik und
