
Südkorea: Ministerium erteilt Freigabe für Fusion von Korean Air und Asiana Airlines
Das südkoreanische Ministerium für Land, Infrastruktur und Transport hat die Fusion zwischen den beiden größten Fluggesellschaften des Landes, Korean Air und Asiana Airlines, unter Bedingungen genehmigt. Mit dieser Entscheidung wurde die letzte wesentliche regulatorische Hürde auf nationaler Ebene für den Zusammenschluss genommen. Die Fluggesellschaft Korean Air plant, alle verbleibenden administrativen Schritte einzuleiten, um die formelle Integration zum 17. Dezember 2026 abzuschließen. Die behördliche Prüfung erfolgte auf Grundlage des nationalen Luftfahrtbetriebsgesetzes, wobei das Ministerium die Genehmigung an strenge Auflagen hinsichtlich der künftigen Zusammenführung internationaler Sicherheitslizenzen knüpfte. Da es sich um den ersten großen Zusammenschluss von Linienfluggesellschaften in der Geschichte Südkoreas handelt, kündigten die Aufsichtsbehörden eine kontinuierliche Überwachung des Integrationsprozesses an, um nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Marktstrukturen zu minimieren. Der Vorfall beleuchtet den Trend zur Konsolidierung in der globalen Luftfahrtbranche, wirft jedoch auch Fragen bezüglich potenzieller Monopolstellungen auf bestimmten Flugrouten auf. Historischer Ablauf eines langjährigen Übernahmeprozesses Die Pläne zur Zusammenlegung der beiden südkoreanischen Traditionslinien reichen mehrere Jahre zurück. Korean Air hatte die Absicht zur Übernahme der wirtschaftlich angeschlagenen Asiana Airlines erstmals im November 2020 im Zuge der weltweiten Krise im Luftverkehrssektor angekündigt. Der eigentliche Erwerb der Anteile wurde im Dezember 2024 vollzogen, wodurch Asiana Airlines zunächst in eine Tochtergesellschaft der Korean Air umgewandelt wurde. Dem vorangegangen war ein langwieriger internationaler Marathon an Genehmigungsverfahren. Insgesamt mussten die Rechtsabteilungen der Fluggesellschaften Zustimmungen von 13 ausländischen Wettbewerbsbehörden einholen, darunter den Kartellwächtern der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Japans. Diese internationalen Gremien knüpften ihre Freigaben teilweise an erhebliche Auflagen, wie etwa die
