Antonov An-124 (Foto: Steffen Lorenz).
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Aufwendiger Schwerguttransport über den Flughafen Stuttgart

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Ein außergewöhnlicher Logistikauftrag hat am Flughafen Stuttgart erneut für Aufmerksamkeit gesorgt. Ein Transportflugzeug des Typs Antonow An-124 beförderte einen 80 Tonnen schweren Generator-Rotor zurück nach Malaysia.

Das Bauteil gehört zu einem Kraftwerk mit einer Leistung von 700 Megawatt, das rund eine halbe Million Menschen mit Strom versorgt. Um den Ausfall des Kraftwerks zeitlich so gering wie möglich zu halten, wählten die Auftraggeber den kostenintensiven Luftweg anstelle eines monatelangen Seetransports.

Der Transport bildete den Abschluss einer monatelangen Instandsetzung in Deutschland. Der Defekt an der Anlage im südostasiatischen Land hatte bereits Ende Januar den Hinflug des Bauteils nach Stuttgart erforderlich gemacht. Nach der Entladung am Flughafen wurde der Rotor auf der Straße zu dem im Südschwarzwald ansässigen Spezialunternehmen KPG Rotating Solutions transportiert. Dort unterzogen Fachkräfte die Komponente in den folgenden Monaten einer umfassenden Überholung und Reparatur.

Aufgrund des extremen Gewichts und der Abmessungen des Rotors kam für die Luftfracht nur ein sehr spezialisiertes Flugmuster infrage. Die in der Sowjetunion entwickelte Antonow An-124 zählt zu den größten zivilen Frachtflugzeugen und ist für Einzellasten von bis zu 120 Tonnen ausgelegt. Das Beladen der Maschine erforderte am Stuttgarter Flughafen den Einsatz von Schwerlastkränen sowie präzise Abstimmungen zwischen Flughafenfeuerwehr, Bodenabfertigung und Logistikdienstleistern.

Der Fall verdeutlicht die weltweiten Abhängigkeiten bei der Wartung kritischer Infrastrukturen. Spezialisiertes Know-how für Turbogeneratoren dieser Größenordnung ist weltweit nur an wenigen Standorten vorhanden, was trotz hoher Frachtkosten und aufwendiger Flugcharter langwierige Lufttransporte wirtschaftlich und zeitlich rechtfertigt.

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