Boeing 737-Max (Foto: Jan Gruber).
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Zulassung nach jahrelanger Verzögerung: US-Luftfahrtbehörde erteilt Zertifizierung für die Boeing 737-7

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Die U.S. Federal Aviation Administration (FAA) hat die Zulassung für das Passagierflugzeug des Typs Boeing 737-7 erteilt. Mit der Genehmigung des geänderten Typenzertifikats erhält das kleinste Modell der 737-Max-Familie nach fast einem Jahrzehnt behördlicher Prüfung die Freigabe für den kommerziellen Liniendienst.

Zugleich hat die FAA das Zertifikat für den Produktionsbetrieb angepasst, sodass die Serienfertigung und die Vorbereitungen für Erstauslieferungen beginnen können. Als Erstkunde wird die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines erwartet, die bereits vor Jahren umfangreiche Bestellungen für diese Variante aufgegeben hatte.

Der Genehmigung ging ein mehrjähriges Testprogramm mit mehr als 1.000 Flug- und Bodenstunden sowie umfangreichen Sicherheitsanalysen voraus. Im Rahmen der Vorgaben des U.S. National Transportation Safety Board (NTSB) und neuer gesetzlicher Auflagen musste der Flugzeugbauer mehrere technische Überarbeitungen vornehmen. Dazu gehören Modifikationen an der Steuerungssoftware, Verbesserungen am Warnsystem für die Flugbesatzung sowie eine Umgestaltung des Triebwerk-Enteisungssystems. Letztere Anpassung war notwendig geworden, um Überhitzungen an den Triebwerkseinläufen zu verhindern, die strukturelle Schwächungen an den Verkleidungen verursachen konnten.

Trotz der erteilten Zulassung steht das Fertigungsprogramm von Boeing weiterhin unter genauer behördlicher Aufsicht. Die FAA kündigte an, dass Inspektoren an den Produktionsstandorten verbleiben werden, um die Fertigungsprozesse und das betriebliche Sicherheitsmanagementsystem kontinuierlich zu überwachen. Das 737-Max-Programm war nach zwei tödlichen Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 sowie nach späten Qualitätsmängeln in der Produktion einer grundlegenden Überprüfung unterzogen worden. Die erteilte Zertifizierung der 737-7 gilt in der Branche als Voraussetzung, um auch das Genehmigungsverfahren für die größere Modellvariante 737-10 voranzubringen.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die mehrjährigen Verzögerungen im Zulassungsprozess erhebliche operative Anpassungen bei den betroffenen Fluggesellschaften erforderten. Kunden wie Southwest Airlines mussten ihre Flottenplanungen wiederholt umstellen und ältere Flugzeugmuster länger im Dienst halten als ursprünglich vorgesehen. Ob der Flugzeugbauer die versprochenen Liefertermine und Produktionsraten ohne weitere Qualitätsmängel einhalten kann, wird sich in den kommenden Monaten bei der Hochskalierung der Serienproduktion zeigen.

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