Airbus A330 (Foto: Flughafen München GmbH).
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Engpass in Namibia: Discover Airlines richtet Zwischenstopps in Angola ein

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Ein lokaler Mangel an Flugkraftstoff am internationalen Flughafen Hosea Kutako in der namibischen Hauptstadt Windhoek führt zu Anpassungen im Flugbetrieb europäischer Fluggesellschaften.

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Ferienfluggesellschaft Discover Airlines muss auf ihren Verbindungen von Windhoek nach Frankfurt am Main und München außerplanmäßige Auftankstopps im benachbarten Angola einlegen. Auch die Schweizer Konzernschwester Edelweiss ist von den Einschränkungen im Treibstoffnachschub betroffen. Während die Abflugzeiten am Startflughafen in Namibia bislang weitgehend eingehalten werden können, führt die Verlängerung der Flugzeiten zu Verzögerungen im Gesamtumlauf und zu organisatorischen Herausforderungen bei der Frachtbeförderung sowie bei Passagieranschlüssen.

Operationaler Ablauf und Routenführung über Angola

Der Engpass betrifft die Bereitstellung des Standard-Flugkraftstoffs Jet A-1 an Namibias zentralem Drehkreuz für den interkontinentalen Passagierverkehr. Um die Reichweite für die Überquerung des afrikanischen Kontinents und des Mittelmeers sicherzustellen, müssen die Großraumflugzeuge der Discover Airlines auf dem Weg nach Deutschland einen Zwischenstopp einlegen. Als Ausweichstandort für die Treibstoffaufnahme dient der Flughafen der angolanischen Hauptstadt Luanda beziehungsweise der dortige internationale Flughafen.

Nach Angaben eines Konzernsprechers der Lufthansa Group ist die Versorgungslage bei den örtlichen Kraftstofflieferanten in Windhoek derzeit eingeschränkt. Die Abteilungen für Treibstoffeinkauf und Flugbetriebssteuerung prüfen in Zusammenarbeit mit den namibischen Behörden und Dienstleistern Maßnahmen, um die reguläre Betankung vor Ort schnellstmöglich wiederherzustellen. Trotz der zusätzlichen Landung in Angola konnten die Maschinen am Hosea-Kutako-Flughafen pünktlich starten, da die Abfertigungsprozesse am Boden zunächst ohne Verzögerungen abliefen.

Auswirkungen auf Passagierverkehr, Frachtkapazitäten und Betriebslogistik

Durch den notwendigen Tankstopp verlängert sich die Gesamtreisezeit der Flüge nach Frankfurt und München um etwa zwei bis drei Stunden. Dies führt dazu, dass Passagiere mit Zielorten jenseits der beiden deutschen Drehkreuze Gefahr laufen, ihre gebuchten Anschlussverbindungen zu verpassen. Das Unternehmen teilte mit, dass betroffene Fluggäste bei verpassten Anschlüssen automatisch auf nachfolgende Flüge umgebucht werden.

Zusätzlich belastet die Situation das Luftfrachtgeschäft auf den Routen zwischen dem südlichen Afrika und Europa. Da die Flugzeuge für den Zwischenstopp und die zusätzliche Treibstoffaufnahme mit angepassten Gewichtsgrenzen operieren müssen, kann es zu Beschränkungen bei der Zuladung von Belly-Fracht kommen. Lokale Medien in Namibia berichteten bereits über Einschränkungen beim Warentransport, während der Mutterkonzern Lufthansa zur genauen Auslastung der Frachtkapazitäten vorerst keine Detailangaben machte.

Reaktionen der Flughafenbetreiber und strukturelle Hintergründe

Die staatliche namibische Flughafenbetriebsgesellschaft Namibia Airports Company bestätigte die Versorgungsengpässe beim Treibstoff Jet A-1 am Hosea-Kutako-Flughafen. Die Gesellschaft befinde sich im Austausch mit den mineralölverarbeitenden Lieferanten und den Luftfahrtgesellschaften, um die Beeinträchtigungen des internationalen Flugverkehrs zu minimieren.

Logistische Engpässe bei der Kraftstoffversorgung an afrikanischen Flughäfen traten in der Vergangenheit wiederholt auf. Sie sind häufig auf Transportverzögerungen in den Lieferketten von den Seehäfen ins Landesinnere, Kapazitätsengpässe bei Raffinerien oder bürokratische Importverfahren zurückzuführen. Da der Flughafen Windhoek über keine direkte Anbindung an eine Treibstoffpipeline verfügt, erfolgt die Anlieferung des Kerosins per Kesselwagen oder LKW, was die Anfälligkeit der Lieferkette bei Störungen erhöht.

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