Die deutsche Fluggesellschaft Condor hat die geplante Wiederaufnahme ihrer Linienverbindung vom Drehkreuz Frankfurt am Main in die georgische Hauptstadt Tiflis verschoben.
Ursprünglich war der Neustart der Route für den 15. Juni 2026 vorgesehen, nachdem die Strecke zuletzt im Oktober 2023 im Flugplan des Anbieters gestanden hatte. Nach aktuellen Anpassungen in den Buchungssystemen wird die Aufnahme des Flugbetriebs auf den 2. Mai 2027 datiert. Das Unternehmen passt damit seine Kapazitäten im Kaukasus-Verkehr an die veränderte Marktlage an.
Der operative Betrieb auf der Strecke soll im Wege eines Wet-Lease-Abkommens abgewickelt werden. Zum Einsatz kommen Regionalflugzeuge des Typs Embraer E190, die von der deutschen Charterfluggesellschaft German Airways samt Besatzung betrieben werden. Der Flugplan sieht eine schrittweise Aufstockung der Frequenzen vor: Nach dem Betriebsstart mit vier wöchentlichen Umläufen soll das Angebot ab dem 14. Mai auf fünf Verbindungen erhöht werden, bevor ab dem 25. Mai 2027 eine tägliche Anbindung der georgischen Hauptstadt angestrebt wird.
Die Verschiebung verdeutlicht die vorsichtige Netzplanung der Fluggesellschaft auf Strecken außerhalb des klassischen europäischen Urlaubssegments. Der Markt für Flüge nach Georgien zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Heimkehrer- und Städtetourismusverkehr aus, steht jedoch in direktem Wettbewerb mit etablierten Netzwerkanbietern sowie osteuropäischen Niedrigpreis-Airlines. Durch den Einsatz von kleineren Regionalflugzeugen des Partners German Airways versucht Condor, das Ertragsrisiko pro Flug gering zu halten und die Auslastung der Kabine schrittweise aufzubauen.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Verzögerungen bei Flottenzuläufen und kapazitive Umbuchungen im Sommerflugplan regelmäßig zu kurzfristigen Terminverschiebungen bei Randstrecken führen. Für Reisende und Reiseveranstalter bedeutet die späte Wiederaufnahme eine verringerte Planungssicherheit für die Sommersaison 2026. Es bleibt abzuwarten, ob die geplante tägliche Frequenz im Frühjahr 2027 dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden kann.