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Infrastrukturprojekte im Rheinland: Sperrung der Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Köln

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Die Deutsche Bahn hat eine vollständige Sperrung der stark frequentierten Schienenverbindung zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und Köln-Mülheim eingeleitet.

Über den Zeitraum von zwei Wochen, bis zum 4. September 2026, ist der reguläre Zugverkehr auf diesem Streckenabschnitt für den Fern-, Regional- und Güterverkehr komplett unterbrochen. Die parallel verlaufende Trasse der S-Bahn-Linie 6 bleibt aufgrund umfangreicherer Baumaßnahmen noch über diesen Zeitraum hinaus bis zum 4. Dezember gesperrt. Die Maßnahme betrifft im Pendler- und Fernreiseverkehr täglich zehntausende Fahrgäste im nordrhein-westfälischen Ballungsraum.

Aufgrund der Streckensperrung leitet die Deutsche Bahn den Fernverkehr großräumig um, was zu Ausfällen von Fernhaltesystemen im Ruhrgebiet führt. An den Standorten Duisburg und Oberhausen halten während der Bauarbeiten im Tagesverkehr planmäßig fast keine ICE-Flug- und Zugverbindungen mehr. Die Anpassung des Ersatzfahrplans musste kurzfristig nachkorrigiert werden, da an einer Eisenbahnbrücke über die Wupper bei Opladen auf der Ausweichroute Schäden festgestellt wurden. Dieser Defekt fiel erst kurz nach dem Abschluss einer vorausgegangenen monatelangen Sperrung desselben Streckenabschnitts auf.

Im regionalen Schienenverkehr sind unter anderem die Linien RE1 und RE5 betroffen, deren Fahrten teils über Neuss umgeleitet werden oder auf Teilabschnitten entfallen. Als Ersatz stellt die Bahn ein Netz aus Ersatzbussen bereit, was für Passagiere längere Umstiegs- und Beförderungszeiten nach sich zieht. Der NRW-Generalbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Jens Gräfer, verwies in diesem Zusammenhang vor dem Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtages auf den hohen Sanierungsbedarf des Schienennetzes im Bundesland, dessen Infrastruktur durch Überlastung und hohes Alter eine hohe Störanfälligkeit aufweist.

Verkehrsexperten und Fahrgastverbände kritisieren die späten Korrekturen an den Ersatzfahrplänen sowie die mangelnde Abstimmung parallel verlaufender Baumaßnahmen im Rheinland. Die Häufung von Netzengpässen auf den Ausweichrouten offenbart die geringe Belastbarkeit des Schienennetzes in Nordrhein-Westfalen. Zwar gelten die Arbeiten als notwendig, um die technische Betriebsfähigkeit aufrechtzuerhalten, jedoch führen die langwierigen Bauphasen zu anhaltenden Beeinträchtigungen im Personen- und Logistikverkehr der Region.

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