Boeing 737-Max-8 (Foto: Fly Dubai).
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Messerangriff im Cockpit führt zu Verschärfung der Sicherheitsüberprüfungen von Flugpersonal

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Nach dem gewaltsamen Zwischenfall an Bord eines Verkehrsflugzeugs der emiratischen Airline Flydubai auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv zieht die israelische Regierung weitreichende Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr.

Der Erste Offizier hatte den Flugkapitän während des Fluges mit einem Messer attackiert und mutmaßlich versucht, das mit rund 180 Passagieren besetzte Flugzeug gezielt zum Absturz zu bringen. Trotz schwerer Verletzungen gelang es dem Kapitän, die Cockpittür zu entriegeln, woraufhin eingreifende Passagiere und Besatzungsmitglieder den Angreifer überwältigen konnten. Die israelische Führung ordnete umgehend eine Verschärfung der Sicherheitsüberprüfungen für alle Piloten ausländischer und heimischer Fluggesellschaften an, die den israelischen Luftraum ansteuern. Zugleich wächst der internationale Druck, die Überprüfungsmethoden bei der Einstellung und laufenden Kontrolle von Cockpitpersonal grundlegend zu überdenken.

Dramatische Minuten im Luftraum und Notlandung in Tabuk

Der Flug FZ1073 startete am Mittwochmorgen um 5.05 Uhr deutscher Zeit in Dubai mit dem Ziel Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv. Nach Erreichen der Reiseflughöhe von 34.000 Fuß kam es im Grenzbereich zwischen Jordanien und Saudi-Arabien zu unkontrollierten Flugmanövern. Aufzeichnungsdaten zeigten, dass die Boeing 737 MAX 8 innerhalb von weniger als 30 Sekunden um fast 14.000 Fuß absackte, abrupte Steig- und Sinkflüge vollführte und schließlich bei etwa 15.000 Fuß stabilisiert werden konnte.

Während dieser Turbulenzen übermittelte das Flugzeug um 7.28 Uhr den Transpondercode 7700 für allgemeine Notlagen, gefolgt vom Code 7500 um 7.35 Uhr, der auf eine unrechtmäßige Einflussnahme oder Entführung hinweist. Die israelischen Streitkräfte versetzten ihre Luftverteidigung in höchste Bereitschaft und ließen Kampfflugzeuge aufsteigen. Unterdessen gelang es einer an Bord mitreisenden Ausweichbesatzung, die Kontrolle im Cockpit zu übernehmen. Die Maschine landete schließlich auf dem Flughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens.

Einsatz von Flugkapitän und Passagieren im Cockpit

In den Minuten des Steilflugs spielten sich im Cockpit lebensgefährliche Szenen ab. Der Erste Offizier, bei dem es sich nach offiziellen Angaben um einen Staatsbürger aus dem Oman handelt, griff den indischen Flugkapitän Smit Machchhar mit einer Stichwaffe an und fügte ihm schwere Verletzungen zu. Trotz der physischen Beeinträchtigung entriegelte der Kapitän die Zugangstür zum Flugdeck.

Mehrere Fluggäste, darunter israelische Staatsbürger, drangen gemeinsam mit Kabinenpersonal in das Cockpit ein. Ein Passagier nahm den Angreifer in einen Würgegriff und sicherte die Bordinstrumente, an denen der Co-Pilot Manipulationen vornahm. Ein israelischer Zahnarzt unter den Passagieren leistete unmittelbar nach der Überwältigung Erste Hilfe und stoppte die Starke Blutung des Kapitäns. Nach der Notlandung in Tabuk wurde der verletzte Pilot in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der indischen Botschaft befindet sich Machchhar in einem stabilen Zustand. Der festgenommene mutmaßliche Täter wird von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden verhört.

Politische Reaktionen und Ermittlungsstand zum Motiv

Die Ereignisse lösten internationale Reaktionen aus. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der indische Premierminister Narendra Modi würdigten das Handeln des Flugkapitäns sowie der eingreifenden Passagiere, die eine Katastrophe für die 174 Passagiere an Bord verhindert hätten. Auch UN-Generalsekretär António Guterres sowie der deutsche Außenminister Johann Wadephul äußerten sich erleichtert über den Ausgang des Zwischenfalls und forderten eine umfassende Aufklärung der Hintergründe.

Die genauen Motive der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Während israelische Sicherheitskreise von einem versuchten dschihadistischen Terrorakt eines Einzeltäters ausgehen, prüfen die Behörden etwaige Verbindungen zu extremistische Organisationen. Vonseiten der Fluggesellschaft Flydubai hieß es, man warte die offiziellen Ermittlungsergebnisse der Flugsicherheitsbehörden ab und warne vor vorzeitigen Spekulationen.

Verschärfte Sicherheitskontrollen und personelle Konsequenzen

Als unmittelbare Reaktion kündigte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten an, künftig detaillierte Personalüberprüfungen für sämtliche Piloten durchzuführen, die nach Israel fliegen. Man werde die Identitäten und Hintergründe jedes Cockpitmitglieds vorab verifizieren.

Zudem forderte die israelische Verkehrsministerin Miri Regev ein vorübergehendes Einflugverbot für Flydubai, um die Sicherheitsstandards der Fluggesellschaft zu überprüfen. Die Fluggesellschaft stellte ihre Rota nach Tel Aviv vorerst ein. Um die gestrandeten Passagiere zurückzubefördern, setzte die israelische Fluggesellschaft El Al Ersatzflüge ein. Die Vorfälle führen in der gesamten Zivilluftfahrt zu Debatten darüber, wie Gegenstände wie Stichwaffen in das Cockpit gelangen konnten und welche psychologischen Überprüfungsverfahren für Flugpersonal erforderlich sind.

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