Flughafen Basel (Foto: Aero Icarus).
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Air France und EuroAirport Basel-Mulhouse feiern Jubiläum auf der Route nach Paris

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Die französische Fluggesellschaft Air France und die Betreibergesellschaft des trinationalen Flughafens EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg haben das 80-jährige Bestehen der Linienverbindung zwischen dem Dreiländereck und der französischen Hauptstadt gewürdigt.

Am 7. Oktober 2026 jährte sich die Eröffnung der Flugroute zum 80. Mal. Die historische Relevanz dieser Linie reicht bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück, als am 7. Oktober 1946 eine zweimotorige Passagiermaschine vom Typ Bloch 220 den ersten kommerziellen Flug von Paris-Le Bourget zum damals erst wenige Monate zuvor provisorisch in Betrieb genommenen Flugfeld Basel-Mulhouse durchführte. Während der Flugbetrieb in den Gründungsjahren auf rudimentären Infrastrukturen basierte, hat sich die Verbindung über die Jahrzehnte zu einer festen Säule des regionalen Luftverkehrs entwickelt, die heute zweimal täglich den EuroAirport mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle verbindet.

Historische Ursprünge und der Aufbau des binationalen Flughafens

Die Entstehung der Flugverbindung ist eng verknüpft mit der Gründung des Flughafens Basel-Mulhouse selbst. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verständigten sich die Regierungen der Schweiz und Frankreichs darauf, einen gemeinsamen Flughafen auf französischem Territorium zu errichten, um den Luftverkehrsbedarf der Grenzregion abzudecken. Im Mai 1946 wurde der Flugbetrieb auf einer einfachen unbefestigten Start- und Landebahn mit provisorischen Holzbaracken gestartet. Die Aufnahme des Linienflugbetriebs durch Air France am 7. Oktober 1946 markierte den eigentlichen Beginn des kommerziellen Passagierverkehrs an diesem Standort.

Das im Premiereneinsatz genutzte Flugzeugmuster Bloch 220, entwickelt von der französischem Konstruktionswerk Société des Avions Marcel Bloch, bot damals Platz für lediglich 16 Passagiere. Die Verbindung schloss eine wesentliche Lücke im europäischen Verkehrsnetz der Nachkriegsjahre, da Reisende aus dem Oberrheingebiet bis dahin auf entfernte Ausweichflughäfen in Straßburg, Genf oder Frankfurt am Main zurückgreifen mussten. Die Unterzeichnung des bilateralen Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Frankreich im Jahr 1949 besiegelte schließlich die öffentlich-rechtliche Sonderstellung des Flughafens als binationales Gemeinschaftsunternehmen.

Entwicklung der Flugfrequenzen und Einbindung in globale Streckennetze

Über die Jahrzehnte erlebte die Flugverbindung zwischen Basel und Paris grundlegende Veränderungen hinsichtlich der eingesetzten Flugzeugtypen und der angeflogenen Zielhäfen. Diente in den Anfangsjahren der historische Flughafen Paris-Le Bourget als Endpunkt der Route, wurde der Verkehr später über den Flughafen Paris-Orly und schließlich primär über das Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle abgewickelt. Im Zuge der Flottenerneuerungen kamen im Laufe der Jahrzehnte Propellermaschinen wie die Vickers Viscount, später Kurzstreckenjets der Typen Caravelle und Boeing 737 sowie ab den lateinischen 1980er-Jahren Flugzeuge der Airbus-A320-Familie und Regionalflugzeuge der Air-France-Tochtergesellschaften zum Einsatz.

Aktuell bedient Air France die Strecke zwischen dem EuroAirport und Paris-Charles de Gaulle mit zwei täglichen Umläufen. Der operative Schwerpunkt liegt hierbei nicht allein auf dem Punkt-zu-Punkt-Reiseverkehr zwischen dem Elsass, der Nordwestschweiz und der Île-de-France, sondern auf der Zubringerfunktion für den internationalen Umsteigeverkehr. Über das Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle erhalten Passagiere aus der Region Basel Anschluss an das weltweite Streckennetz von Air France und der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Stimmen der Unternehmensführungen zum Meilenstein

Im Rahmen der Jubiläumswürdigung hoben Vertreter beider Partner die Beständigkeit der Partnerschaft hervor. Armelle Comte, Verkaufsleiterin von Air France-KLM für die Schweiz, bezeichnete das 80-jährige Jubiläum am 7. Oktober 2026 als besonderen Meilenstein. Die Entwicklung von den Anfängen mit der Bloch 220 bis zum heutigen Angebot spiegele die enge verkehrstechnische und wirtschaftliche Verflechtung der Region Basel mit Frankreich wider. Das Festhalten an zwei täglichen Verbindungen unterstreiche die Bedeutung des Standorts für die Konzerngruppe.

Auch Tobias Markert, Hauptgeschäftsführer (CEO) des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, würdigte das langjährige Engagement der französischen Nationalgesellschaft. Air France sei ein Begleiter der ersten Stunde und habe das Wachstum des Flughafens von einer provisorischen Piste zu einem modernen Luftverkehrsdrehkreuz im Dreiländereck entscheidend mitgeprägt. Die Aufrechterhaltung der Route über acht Jahrzehnte gelte als Beleg für die Stabilität des lokalen Passagierbedarfs.

Aktuelle Rahmenbedingungen und Perspektiven am EuroAirport

Die Jubiläumsfeierlichkeiten fallen in eine Phase, in der der EuroAirport Anpassungen an seiner Infrastruktur vornimmt und das Vor-Pandemie-Niveau im Passagieraufkommen wieder annähert. Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete der Flughafen ein Aufkommen von rund 8,9 Millionen Passagieren, was einem Zuwachs von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Neben dem starken Segment der Low-Cost-Anbieter bilden Traditionsverbindungen wie die Strecken nach Paris, Amsterdam, Frankfurt oder München das Rückgrat für den regionalen Geschäftsreiseverkehr und die Anbindung der ansässigen Pharma- und Chemieindustrie.

Um den Betrieb langfristig zu sichern, befindet sich der Flughafen in der Umsetzung eines mehrjährigen Investitionsprogramms. Dieses umfasst unter anderem die Sanierung der Hauptstart- und Landebahn sowie die schrittweise Erneuerung der Terminalgebäude im Rahmen des Projekts Evolution Modulaire du Terminal. Die Verbindung von Air France nach Paris bleibt in diesem Gefüge ein stabiler Baustein in der Streckennetzstruktur des Oberrheins.

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