Die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe haben die zeitweise Aussetzung ihrer Flugverbindungen in die saudi-arabische Hauptstadt Riad bis mindestens einschließlich 16. Oktober verlängert.
Die operative Entscheidung betrifft unter anderem die Kernmarke Lufthansa mit Flügen ab Frankfurt sowie die italienische Konzerntochter ITA Airways mit Verbindungen ab Rom. Die Aussetzungen laufen bereits seit Ende September, nachdem sich die Sicherheitslage auf der Arabischen Halbinsel verschärft hatte.
Auslöser der aktuellen Verlängerung sind wiederholte militärische Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf die zivile Luftfahrtinfrastruktur Saudi-Arabiens. Am Donnerstag beanspruchte die Gruppierung erneut einen Raketenangriff auf den King Khalid International Airport in Riad für sich. Nach offiziellen Angaben aus Saudi-Arabien konnten die Geschosse durch Abfangsysteme zerstört werden, jedoch stürzten Trümmerteile auf das Gelände des Flughafens. Vor Ort wurden Beschädigungen an Gebäudestrukturen verzeichnet, zudem geriet ein am Boden stehendes Passagierflugzeug in Brand.
Die Eskalation führt zu deutlichen Beeinträchtigungen des internationalen Luftverkehrs in der Region. Neben der Lufthansa-Gruppe sagen auch weitere internationale Fluggesellschaften, darunter Air India, ihre Linienverbindungen in die saudi-arabische Hauptstadt bis auf Weiteres ab. Die Vorfälle verdeutlichen das anhaltende Betriebsrisiko für die Zivilluftfahrt im Nahen Osten, wo flächendeckende Konflikte immer wieder zu temporären Sperrungen des Luftraums und zur Anpassung globaler Flugrouten führen.
Sicherheitsanalysten betonen, dass der Schutz von Passagieren und Fluggerät im zivilen Luftverkehr oberste Priorität behält. Die kontinuierliche Risikoanalyse der Airlines führt bei unmittelbaren Bedrohungen von Infrastrukturen zügig zu Flugstreichungen, um Mensch und Flotte vor Folgeschäden militärischer Auseinandersetzungen zu bewahren.