Airbus A320 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
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Pilotenstreik belastet Flugbetrieb von Air Corsica

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Ein Streik des Cockpitpersonals führt bei der französischen Regionalfluggesellschaft Air Corsica seit Freitag, dem 9. Oktober 2026, zu spürbaren Ausfällen im Streckennetz zwischen Korsika und dem französischen Festland.

Die beiden Vertretungen Syndicat National des Pilotes de Ligne (SNPL) und Syndicat des Pilotes de l’Aviation Civile (SPAC), die zusammen rund 140 Piloten des Unternehmens repräsentieren, hatten zu dem acht Tage umfassenden Arbeitskampf bis zum 16. Oktober aufgerufen. Es handelt sich um die erste profilierte Arbeitsniederlegung der Pilotenschaft in der Geschichte der Regionalairline.

Um die Beeinträchtigungen für den Inselverkehr abzufedern, bedient das Unternehmen ein stark reduziertes Restprogramm ab den Flughäfen Ajaccio, Bastia und Figari. Am Montag, dem 12. Oktober, wurde zudem schrittweise der Betrieb ab Calvi mit einzelnen Flügen nach Nizza wieder aufgenommen. Zur Aufrechterhaltung der Mindestanbindungen setzt die Gesellschaft unter anderem auf angemietete Ersatzflugzeuge anderer Anbieter sowie auf organisierte Bus-Transfers zwischen den korsischen Verkehrsflughäfen, um Passagiere umzuleiten.

Der Ausstand verschärft eine ohnehin angespannte betriebliche Lage bei der Fluggesellschaft. Ursache des Tarifkonflikts sind gescheiterte Verhandlungen über Vergütungen, Dienstpläne und Urlaubsregelungen, nachdem die Pilotenschaft zuvor Zugeständnisse zur Konsolidierung des Unternehmens gemacht hatte. Zudem leidet Air Corsica unter technischen Engpässen: Wegen vorsorglicher Überprüfungen von Turboprop-Triebwerken sind derzeit fünf von sieben Flugzeugen des Typs ATR 72-600 am Boden gebunden, was die operative Flexibilität massiv einschränkt.

Gespräche zwischen der Unternehmensführung und den Gewerkschaftsvertretern über eine Beilegung des Tarifkonflikts dauern an. Marktbeobachter verweisen darauf, dass der zeitgleiche Ausfall von Flottenkapazitäten und Personalressourcen erhebliche finanzielle Mehrbelastungen für die Regionalgesellschaft nach sich zieht und die Verhandlungspositionen beider Seiten im laufenden Arbeitskampf verhärtet.

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