Dammam AIrport (Foto: Dammam Airports).
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Raketen- und Drohnenbeschuss trifft Flughäfen in Dammam und Riad

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Die verheerende Angriffswelle auf die zivile Verkehrs- und Logistikinfrastruktur im Königreich Saudi-Arabien hat am 11. Oktober 2026 einen neuen Höhepunkt erreicht. Nachdem bei einem schweren Beschuss des King Khalid International Airport in der Hauptstadt Riad am Samstag mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 300 Personen verletzt worden waren, weiteten die jemenitischen Huthi-Kräfte ihre Angriffe auf den King Fahd International Airport in Dammam aus.

Mehrere Flugkörper schlugen auf dem Areal des drittgrößten Flughafens des Landes an der Küste des Persischen Golfs ein. Zudem meldeten saudi-arabische Stellen für Sonntag einen erneuten Folgebeschuss auf das Passagierterminal in Riad, bei dem ein weiteres Todesopfer zu beklagen war. Die kontinuierliche Zuspitzung der Sicherheitslage beeinträchtigt den Luftverkehr in der gesamten Region nachhaltig und veranlasst internationale Fluggesellschaften sowie ausländische Regierungen zu weitreichenden Warnungen und Notfallmaßnahmen.

Einschläge auf dem Flughafen Dammam und operative Auswirkungen am Golf

Der Angriff auf den King Fahd International Airport in Dammam erfolgte am späten Sonntagabend gegen 20:30 Uhr Ortszeit. Nach Berichten von Augenzeugen und Daten der Flugsicherung traf mindestens ein Geschoss die Vorfeldflächen in unmittelbarer Nähe geparkter Passagiermaschinen, woraufhin ein Brand ausbrach. Taxiende Flugzeuge mussten den Rollvorgang abbrechen und zu den Flugsteigen zurückkehren, wo Passagiere und Personal evakuiert wurden. Die saudi-arabische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte den Vorfall und leitete eine Schadensaufnahme sowie Sicherheitsinspektionen der Start- und Landebahnen ein.

Der Flughafen Dammam fungiert als zentraler Luftfahrtknotenpunkt für die Erdölförderregion der östlichen Provinz und bindet zahlreiche internationale Arbeitskräfte an. Die Angriffe lösten am Sonntag und Montag erhebliche Verzögerungen und Flugstreichungen aus. Über genaue Opferzahlen am Standort Dammam lagen nach den ersten Auswertungen noch keine abschließenden behördlichen Angaben vor. Parallel zu dem Angriff auf den Flughafen beanspruchte die Führung der Huthi-Miliz auch Schläge gegen industrielle Anlagen des staatlichen Energiekonzerns Saudi Aramco in der Ostprovinz für sich.

Anhaltender Beschuss auf die Hauptstadt und internationale Reaktionen

Die Lage am Hauptstadtflughafen in Riad bleibt extrem angespannt. Bei der erneuten Attacke am Sonntag schlug ein Geschoss direkt im Terminal 4 des King Khalid International Airport ein. Dieser erneute Treffer forderte ein weiteres Menschenleben und erhöhte die Zahl der Gesamttodesopfer der jüngsten Angriffsserie in Riad auf 13 Personen. Dutzende internationale Flüge wurden gestrichen oder zu Ausweichflughäfen im Land und in der Region umgeleitet.

Aufgrund der unmittelbaren Gefährdung ziviler Luftverkehrskorridore haben die Botschaften der USA und Großbritanniens Dringlichkeitswarnungen für ihre Staatsbürger herausgegeben. Amerikanischen und britischen Staatsangehörigen wurde dringend geraten, die Umgebung der internationalen Flughäfen in Riad und Dammam zu meiden und nicht erforderliche Reisen in die Region auszusetzen. Auch die US-Luftfahrtbehörde FAA rief Fluggesellschaften zu erhöhter Vorsicht beim Überfliegen des saudi-arabischen Luftraums auf. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften, darunter Konzern- und Regionalanbieter aus Europa und Asien, haben ihre Verbindungen nach Riad und Dammam bis Mitte Oktober ausgesetzt.

Militärische Rolllage und geopolitische Dimension im Nahen Osten

Militärsprecher der Huthi-Miliz erneuerten im Fernsehen ihre Warnungen an internationale Fluggesellschaften, Passagiere und Bodenpersonal. Die Gruppierung erklärte saudi-arabische Flughäfen und den Luftraum des Königreichs offiziell zu aktiven Operationszonen und drohte mit weiteren Schlägen, solange die saudi-arabisch geführte Militärkoalition ihre Luftangriffe im Jemen fortsetzt.

Die Angriffe fallen in eine Phase schwere kriegerischer Auseinandersetzungen im Jemen, bei denen die saudi-arabische Koalition Bodentruppen und Luftschläge einsetzt, um Gebietsgewinne der Rebellen entlang der strategisch wichtigen Küstenlinie am Roten Meer einzudämmen. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump teilte mit, dass sie Optionen für direkte Militärschläge gegen Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen prüfe. Die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur stellt das Königreich vor enorme Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des regulären Transport- und Wirtschaftsbetriebs.

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