Die indische Low-Cost-Fluggesellschaft IndiGo verschiebt den Zulauf ihrer ersten Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A350-900.
Wie Unternehmensvertreter anlässlich einer Medienveranstaltung in Neu-Delhi mitteilten, rechnet der Carrier nunmehr im zweiten Quartal 2028 mit dem Erhalt der ersten Maschinen dieses Musters. Zuvor war die Einflottung des ersten Großraumflugzeugs für das Jahr 2027 vorgesehen gewesen. Die Fluggesellschaft hat 60 Einheiten der A350-900 fest bestellt und hält Kaufoptionen für weitere 40 Flugzeuge dieses Typs.
Um bestehende Start- und Landerechte an europäischen Drehkreuzen wie dem Flughafen Amsterdam Schiphol bis zur Ankunft der Großraumflugzeuge zu sichern, beabsichtigt IndiGo den vorübergehenden Einsatz von Schmalrumpfflugzeugen des Typs Airbus A321-200NY(XLR). Parallel dazu plant die bisher rein im Niedrigpreissegment agierende Fluggesellschaft eine Anpassung ihres Kabinenkonzepts für die ersten zehn Einheiten der A350-Flotte. Vorgesehen ist eine Drei-Klassen-Konfiguration, die unter anderem 16 flach verstellbare Sitze in einer Business Class sowie getrennte Bereiche für eine Premium Economy und die Standard-Kabine umfasst.
Der schrittweise Einstieg in das Langstreckengeschäft erfolgt im Anschluss an vorausgegangene Flottenerprobungen im Wet-Lease-Verfahren. Zuvor hatte der Carrier vereinzelt Langstreckenverbindungen mit angemieteten Maschinen des Typs Boeing 787-9 von Norse Atlantic Airways betrieben, diese Kooperation jedoch wieder beendet. Mit einer bestehenden Flotte von mehr als 416 Flugzeugen und vollen Auftragsbüchern bei Herstellern konzentriert sich das Unternehmen auf den Ausbau von Verbindungen zwischen Indien, Europa und weiteren internationalen Zielgebieten.