Das irische Flugzeugleasingunternehmen Avolon hat den Kauf von 140 Passagierflugzeugen des Typs Boeing 737 Max 10 verbindlich abgeschlossen.
Wie der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing mitteilte, erhöht sich der Bestand an offenen Festbestellungen von Avolon bei dem Konzern damit auf mehr als 240 Maschinen. Die Großbestellung baut das Aufkaufportfolio der Leasinggesellschaft im Segment der Schmalrumpfflugzeuge weiter aus und unterstreicht die Rolle von Factoring- und Leasinganbietern bei der Abnahme von Verkehrsflugzeugen im internationalen Luftverkehrsmarkt.
Die Festlegung auf die Ausführung 737 Max 10 erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Fluggesellschaften und Lessors ihre Flottenkapazitäten für die kommenden Jahre sichern. Bei der Variante Max 10 handelt es sich um das kapazitätsstärkste Modell der 737-Max-Reihe, das für bis zu 230 Passagiere ausgelegt ist. Die Abnahmevereinbarung sichert dem Leasinggeber feste Lieferpositionen, die in den nächsten Jahren an internationale Kunden im Wege des Operating-Leasings platziert werden sollen. Damit baut Avolon seine Marktposition gegenüber Mitbewerbern wie AerCap und SMBC Aviation Capital weiter aus.
Die Großbestellung stellt für den Flugzeughersteller Boeing ein wichtiges Signal dar, erfolgt aber vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen in den Produktionsabläufen und Zulassungsverfahren. Das Modell 737 Max 10 befindet sich im Zertifizierungsprozess der US-Luftfahrtbehörde FAA, der durch verschärfte behördliche Vorgaben sowie Korrekturen an den Fertigungsstandards Verzögerungen erfahren hat. Für Leasinggesellschaften beinhaltet der Abschluss von Lieferverträgen in dieser Größenordnung das Risiko von Verzögerungen bei der Übergabe an die Endkunden, was die Einsatzplanung von Betreibergesellschaften belasten kann.