Im Jahr 2025 wurden an deutschen Flugplätzen knapp 50.000 Abflüge von Privatjets registriert. Nach einer Auswertung offener ADS-B-Flugverfolgungsdaten durch den Branchendienst Air Novi verzeichnete der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit 4.948 Starts die höchste Anzahl in diesem Segment, dicht gefolgt vom Flughafen München mit 4.860 Abflügen.
Deutschlands größtes Verkehrsnetzwerk am Flughafen Frankfurt erreichte mit 2.890 Registrierungen lediglich den fünften Platz im Standortvergleich. Die Erhebung beschränkt sich auf Strahlflugzeuge und schließt Ambulanzflüge, staatliche Flugbereitschaften sowie Propellermaschinen aus.
Neben den großen Verkehrsflughäfen nehmen auch spezialisierte Sonderflughäfen und Regionalplätze eine bedeutende Rolle im Geschäftsreiseverkehr ein. Unter den zehn am stärksten frequentierten Standorten befinden sich zwei Flugplätze ohne regulären Linienbetrieb: Oberpfaffenhofen in Bayern mit 1.935 Abflügen sowie Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg mit 1.516 Abflügen. Diese Standorte verzeichneten mehr Starts von Geschäftsreiseflugzeugen als größere Passagierflughäfen wie Hannover, Bremen oder Leipzig/Halle. Die Streckenprofile spiegeln dabei zu einem wesentlichen Teil die Werk- und Werksverkehrsverbindungen der ansässigen Industrie wider, etwa auf Routen zwischen Düsseldorf und Friedrichshafen oder zwischen Stuttgart und Braunschweig.
Im grenzüberschreitenden Flugverkehr verblieben 60 Prozent aller erfassten Flüge. Als meistangesteuertes Auslandsziel erwies sich der Großraum London mit 2.295 Abflügen aus Deutschland, gefolgt von Verbindungen nach Mallorca, Zürich, Paris und Salzburg. Während die Aufkommen über das Gesamjahr hinweg eine vergleichsweise gleichmäßige Auslastung aufweisen und im Juni ihren Jahreshöchstwert erreichten, zeigt der Regionalflughafen Sylt ein stark saisonal geprägtes Bild. An diesem Standort konzentrierten sich die Starts vorrangig auf die Sommermonate mit einem Höchststand von 197 Abflügen im August.