Beim tschechischen Luftfahrtkonzern Smartwings ist es im Vorjahr deutlich besser gelaufen als im Coronajahr I (2020). Die Firmengruppe konnte die Anzahl der beförderten Passagiere um 199 Prozent auf 2.529.611 Fluggäste steigern.
Ein interessantes Bild zeigt sich auch beim Blick auf die Wetleases: Im Jahr 2020 machten diese 33 Prozent der gesamten Beförderungsleistung aus. Im Vorjahr waren es nur noch sieben Prozent. Hintergrund ist, dass Smartwings das eigenwirtschaftliche Angebot wieder ausgebaut hat.
Für den tschechischen Carrier, der auch in Nachbarländern wie der Slowakei und Ungarn Ableger mit eigenen Zertifikaten unterhält, war das Jahr 2020 ein regelrechtes Desaster. Man hatte nur rund 1,3 Millionen Reisende an Bord. Im direkten Vergleich mit 2019 musste man einen Rückgang um 83,7 Prozent verkraften und schnitt damit deutlich schlechter ab als andere europäische Fluggesellschaften. Im Jahr 2020 waren rund 451.00 Passagiere an Bord von im Rahmen von Wetlease-Aufträgen durchgeführten Flügen. Im Vorjahr waren es nur noch rund 159.000 Fluggäste.
Die Zahlen des Carriers zeigen auch, dass das Auslandsgeschäft eine wichtige Rolle fliegen. So flogen rund 981.000 Reisende mit Flugzeugen ab Bratislava, Budapest sowie Airports in Israel, Deutschland, Frankreich, Polen und ab den Kanarischen Inseln. Im Auftrag zahlreicher Reiseveranstalter werden Charterflüge außerhalb der Tschechischen Republik durchgeführt. Derzeit hat man in Israel und den Vereinigten Staaten Flugzeuge im Wetlease-Einsatz.