Ende der vergangenen Woche konnten Zöllner des Vereinigten Königreichs auf dem Flughafen London-Heathrow einen Cannabis-Schmuggler, der „Ware“ mit einem Straßenwert von etwa 900.000 U.S.-Dollar dabei hatte, auf frischer Tat ertappen.
Der U.S.-amerikanische Staatsbürger wurde am 16. Januar 2023 kurz nach seiner Ankunft aus Los Angeles zu einer routinemäßigen Zollkontrolle gebeten. Er gab gegenüber den Grenzschutzbeamten an, dass er Freunde an der Universität besuchen wolle. Bei der Durchsuchung seiner beiden eingecheckten Koffer wurden jedoch rund 47 Kilo Cannabiskraut gefunden.
Laut National Crime Agency (NCA) soll der mutmaßliche Schmuggler in seiner Heimat als Fotograf tätig sein. Zunächst bestritt er, dass er Eigentümer der Koffer ist. Laut Behörde sollen diese aber sowohl mit selbstangebrachten Namensschildern als auch Airline-Tags, die das Gegenteil vermuten haben sollen, versehen gewesen sein. Der 26-jährige Mann wurde durch die NCA zunächst verhört und anschließend wegen versuchter Einfuhr von Suchtgift der Klasse B angezeigt.
Zwischenzeitlich gab es auch eine Anhörung vor dem Isleworth Crown Court, das sich im Westen der britischen Hauptstadt London befindet. Vor dem Richter bekannte sich der U.S.-Amerikaner schuldig und wurde zu einer Haftstraße von 32 Monaten verurteilt. Auf ein Rechtsmittel soll er verzichtet haben.
Für die britischen Behörden erweist sich der Umstand, dass Cannabis in einigen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika legalisiert wurde, als Problem. Immer wieder versuchen Reisende diesen „Stoff“ illegal nach UK zu bringen. Auf dem Schwarzmarkt des Vereinigten Königreichs können wesentlich höhere Verkaufspreise als in den USA erzielt werden. Laut NCA wurden allein im Jänner und Feber 2023 19 Personen mit U.S.-amerikanischer bzw. kanadischer Staatsbürgerschaft beim Cannabisschmuggeln erwischt und zum Teil bereits angeklagt.