Die Wiener Volksoper wird ab September 2024 Wolfgang Amadeus Mozarts gefeiertes Werk „Die Zauberflöte“ in einer neuen Inszenierung unter der Regie von Henry Mason präsentieren. Die Oper, die seit ihrer Uraufführung 1791 unzählige Zuschauer begeistert hat, wird in der Volksoper in deutscher Sprache mit englischen Übertiteln aufgeführt.
Mason bringt frischen Wind in dieses zeitlose Märchen und verknüpft es auf innovative Weise mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie der Befreiung von Bevormundung, dem Kampf um Selbstbestimmung und dem Umweltschutz. Diese Inszenierung bietet sowohl Kindern als auch Erwachsenen ein faszinierendes Erlebnis voller Symbolik und Theatralik.
Ein Märchen voller Symbolik und Aktualität
„Die Zauberflöte“ erzählt die Geschichte des jungen Prinzen Tamino, der sich auf eine abenteuerliche Reise begibt, um die entführte Prinzessin Pamina zu retten. Begleitet wird er von Papageno, einem Vogelfänger, der ihm mit seinem magischen Glockenspiel zur Seite steht. Die Oper verbindet auf meisterhafte Weise Märchenhaftes mit philosophischen und politischen Themen. Die Geschichte entfaltet sich in einer fantastischen Welt voller Rätsel, Prüfungen und magischer Instrumente, die die Figuren auf ihrer Reise begleiten.
Regisseur Henry Mason hat die Oper für die Volksoper neu interpretiert und moderne Themen in die klassische Handlung integriert. Seine Inszenierung stellt die Befreiung von alten Machtstrukturen und die Suche nach Selbstbestimmung in den Vordergrund. Zudem reflektiert sie aktuelle ökologische Fragen und die Notwendigkeit, das Weltklima zu schützen. Diese Themen werden auf spielerische und fantasievolle Weise vermittelt, was „Die Zauberflöte“ zu einem zeitgenössischen Klassiker macht, der nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene anspricht.
Die Handlung im Detail
Im ersten Akt wird Tamino von einer gefährlichen Schlange verfolgt und von drei Damen gerettet, die ihm ein Bild von Pamina zeigen. Von diesem Bildnis fasziniert, schwört Tamino, die Prinzessin aus den Händen des bösen Sarastro zu befreien. Mit der Hilfe der Zauberflöte und Papagenos Glockenspiel begibt er sich auf seine Mission. Währenddessen begegnet Papageno Pamina und befreit sie aus der Gewalt des finsteren Aufsehers Monostatos. Die beiden finden sich, werden jedoch bald von Sarastro auf harte Prüfungen gestellt.
Im zweiten Akt zeigt Sarastro seine Absicht, Tamino als würdig zu erkennen und Pamina zu seiner Frau zu machen. Die Prüfungen umfassen unter anderem ein Schweigegebot, das insbesondere Papageno Schwierigkeiten bereitet. Die Königin der Nacht versucht unterdessen, die Protagonisten auf ihre Seite zu ziehen und Pamina zu einem Mordanschlag auf Sarastro zu bewegen. Doch Pamina bleibt standhaft, und Tamino besteht schließlich alle Prüfungen. Das Stück endet mit der triumphalen Rettung der Liebenden und einer versöhnlichen Auflösung der Konflikte.
Künstlerische Höhepunkte und Inszenierung
Die Volksoper setzt auf eine auffällige Inszenierung, die durch den Einsatz von Puppen und fantasievollen Kulissen besticht. Die Bühnenbilder und Kostüme sind ein visuelles Fest, das die märchenhafte Atmosphäre der Oper unterstreicht und gleichzeitig aktuelle gesellschaftliche Themen anspricht. Die musikalische Leitung verspricht eine ebenso packende Darbietung, die die emotionalen und dramatischen Höhepunkte der Oper meisterhaft einfängt.
Henry Masons Regie bringt neue Perspektiven in die Geschichte und ermöglicht es dem Publikum, die klassischen Themen auf moderne Weise zu erleben. Durch die Integration von Umweltthemen und sozialen Fragen wird die Oper zu einem Spiegelbild unserer Zeit und bietet einen Raum für Reflexion und Diskussion.
Vorstellungstermine und Karten
Die Vorstellungen von „Die Zauberflöte“ beginnen am 6. September 2024 und laufen bis zum 23. Januar 2025. Die Termine umfassen sowohl Abendvorstellungen als auch Matineen, um möglichst vielen Zuschauern die Gelegenheit zu bieten, dieses faszinierende Werk zu erleben. Karten sind über die Website der Wiener Volksoper sowie an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.
Vorstellungen in der Wiener Volksoper:
- 6. September 2024, 18 Uhr 00
- 8. September 2024, 17 Uhr 30
- 11. September 2024, 19 Uhr 00
- 15. September 2024, 18 Uhr 00
- 18. September 2024, 18 Uhr 00
- 26. September 2024, 19 Uhr 00
- 26. September 2024, 19 Uhr 00
- 8. November 2024, 19 Uhr 00
- 13. November 2024, 19 Uhr 00
- 16. November 2024, 18 Uhr 00
- 21. November 2024, 18 Uhr 00
- 9. Jänner 2025, 11 Uhr 00
- 12. Jänner 2025, 17 Uhr 30
- 17. Jänner 2025, 19 Uhr 00
- 23. Jänner 2025, 19 Uhr 00
Mozarts „Die Zauberflöte“ wird in der Wiener Volksoper unter der Regie von Henry Mason zu einem beeindruckenden Theaterereignis, das klassische Märchenhaftigkeit mit zeitgenössischen Themen vereint. Die Kombination aus packender Musik, innovativer Inszenierung und aktueller Relevanz macht diese Aufführung zu einem Muss für alle Opernliebhaber und solche, die sich für moderne Interpretationen klassischer Werke interessieren. Die zauberhafte Welt der „Zauberflöte“ wird auf der Bühne der Volksoper neu erlebbar und bietet sowohl emotionale Tiefe als auch unterhaltsame Abwechslung.