Schweden hat entschieden, die vor einigen Jahren eingeführte Flugticketabgabe abzuschaffen, was zunächst überraschend erscheinen mag. Die Entscheidung reflektiert jedoch einen pragmatischen Ansatz der schwedischen Umweltpolitik.
Die schwedische Regierung hat erkannt, dass die Luftverkehrsabgabe keine effektive Maßnahme zur Verbesserung der Umweltbilanz darstellt. Stattdessen wird eine europaweit einheitliche Lösung angestrebt, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und den CO2-Ausstoß im Luftverkehr effektiver zu reduzieren.
Die Abschaffung der Abgabe verstärkt die bereits bestehenden unterschiedlichen umweltpolitischen Auflagen innerhalb Europas, die zu einer Wettbewerbsverzerrung und globalen Benachteiligung europäischer Fluggesellschaften führen können. Ein Vorschlag zur Verbesserung wäre die Einführung einer einheitlichen europäischen Luftverkehrsabgabe, die für den Erwerb von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) verwendet wird. Diese Abgabe könnte nach dem Endziel der Passagiere gestaffelt und an die Verfügbarkeit von SAF angepasst werden. Auf diese Weise könnte Greenwashing vermieden und die CO2-Emissionen im Luftverkehr direkt reduziert werden.