Frankreich plant für 2025 eine signifikante Erhöhung der Solidaritätsabgabe auf Flugtickets. Der Verkehrsminister François Durovray kündigte in einem Interview mit der Zeitung La Tribune an, dass der Zuschlag für Economy-Flüge innerhalb Europas von 2,63 Euro auf 9,50 Euro angehoben werden soll.
Für Business-Class-Langstreckentickets ist eine Erhöhung von 63,07 Euro auf 120 Euro vorgesehen. Diese Maßnahmen sind Teil des französischen Haushaltsplans und sollen dazu beitragen, eine Milliarde Euro Einnahmen zur Bekämpfung von Budget- und Klimaschulden zu generieren. Durovray betonte, dass die Zusatzkosten im Verhältnis zu den Ticketpreisen tragbar seien und kein Ungleichgewicht schaffen würden. Kritiker der Branche, wie die International Air Transport Association (IATA), warnen vor den möglichen negativen Folgen für die französische Luftfahrtindustrie und befürchten, dass die Maßnahme zu einem Rückgang der Fluggäste führen könnte.
Zusätzlich zu den Erhöhungen für Economy- und Business-Tickets könnten Privatjet-Passagiere mit bis zu 3000 Euro an zusätzlichen Kosten rechnen. Durovray verwies auch darauf, dass viele Bürger es als ungerecht empfinden, dass Bahnfahrkarten teurer sind als einige Billigflugtickets. Die Maßnahmen stießen auf gemischte Reaktionen, da einige eine notwendige Anpassung an die Umweltherausforderungen sehen, während andere die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Airlines in Gefahr sehen.