Die Luftfahrtbranche ist bekannt für ihre hohen Sicherheitsstandards, aber auch sie bleibt nicht vor unerwarteten Problemen gefeit. Ein bemerkenswerter Vorfall ereignete sich am 5. Dezember 2024 mit einem Airbus A380 der British Airways, der auf einem Flug von London-Heathrow nach Miami nach einer technischen Störung umkehren musste. Dieser Vorfall zeigt auf, wie selbst Routineflüge durch technische Schwierigkeiten in ihrer Planung beeinträchtigt werden können und hebt zugleich die anhaltenden Probleme hervor, mit denen die britische Fluggesellschaft bei ihrer A380-Flotte zu kämpfen hat.
Am Donnerstag, den 5. Dezember 2024, startete der British Airways-Flug BA209 um 16:39 GMT von London-Heathrow mit Ziel Miami International Airport. Die Abflugzeit verzögerte sich um etwa eine Stunde, ursprünglich war der Flug für 15:30 GMT geplant. Der Flug wurde mit einem Airbus A380 durchgeführt, einer der 12 Maschinen dieses Typs in der Flotte der britischen Fluggesellschaft, mit der Kennung G-XLEF.
Die erste Phase des Flugs verlief zunächst planmäßig. Die Maschine nahm Kurs über England und Schottland in Richtung Nordwesten, passierte die Äußeren Hebriden und setzte ihren Weg über den Nordatlantik fort. Die Reiseflughöhe betrug zu diesem Zeitpunkt bereits 11.280 Meter, was der üblichen Höhe für Transatlantikflüge entspricht. Die Route führte sie südlich an Island vorbei und näherte sich der südlichsten Spitze Grönlands.
Doch um 19:45 GMT, etwa drei Stunden und 15 Minuten nach dem Start, setzte die Besatzung eine schnelle 180-Grad-Drehung in Gang und wendete die Maschine zurück nach Heathrow. Der Umkehrkurs war südlicher als der ursprüngliche Flugweg, und das Flugzeug trat gegen 21:30 Uhr GMT wieder in den britischen Luftraum ein. Nach einem kontrollierten Sinkflug über Westengland setzte die Maschine ihre Landung auf Heathrow fort, wo sie schließlich um 22:39 GMT sicher landete – nach insgesamt sechs Stunden in der Luft.
Technische Details und Vorfälle in der Vergangenheit
Die Ursachen für die Rückkehr des Fluges wurden zunächst nicht umfassend erläutert. Laut Berichten von Airlive.net handelte es sich möglicherweise um ein Triebwerksproblem. Die Besatzung sei gezwungen gewesen, das dritte Rolls-Royce-Triebwerk abzuschalten. Diese Art von technischen Störungen ist besonders kritisch bei einem so großen Flugzeug wie der Airbus A380, das vier Triebwerke benötigt, um seine Leistung zu erbringen und die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.
Die fragliche Maschine G-XLEF bleibt am Boden in Heathrow, während British Airways weiterhin mit der Untersuchung des Vorfalls beschäftigt ist. Auf Flightradar24 wurde die Maschine bereits für den Flug BA207 am 7. Dezember nach Miami wieder eingeplant. Dieser Vorfall reiht sich jedoch in eine Serie ähnlicher Probleme ein, die British Airways zuletzt mit ihrer A380-Flotte gemacht hat.
Am 6. November 2024 war eine andere A380 der Fluggesellschaft (G-XLEC) nach nur wenigen Minuten im Flug mit Triebwerksproblemen umgekehrt und hatte den Rückweg nach Heathrow angetreten. Diese Maschine war nach dreimonatiger Wartung und Revision wieder in Betrieb genommen worden. Und im Oktober musste eine weitere A380, G-XLEA, nach Dallas-Fort Worth zurückkehren, nachdem sie aufgrund eines Hydraulikproblems Treibstoff abgelassen hatte. Diese Maschine war erst am Tag zuvor aus einer zweieinhalbmonatigen Wartung zurückgekehrt und war kurz darauf erneut außer Betrieb genommen worden.
Anhaltende Probleme mit Rolls-Royce-Triebwerken
Die anhaltenden Probleme mit der A380-Flotte sind nicht das erste Mal, dass British Airways in jüngster Zeit technische Herausforderungen hat. Die Fluggesellschaft kämpft auch mit den Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerken, die die Boeing 787-9 Dreamliner-Flotte antreiben. Diese Triebwerke sind für ihre Zuverlässigkeit bekannt, doch in den letzten Jahren häuften sich Probleme, die die Fluggesellschaft zu umfangreichen Anpassungen ihrer Flugpläne für 2025 zwangen. Diese Umstellungen und technischen Pannen werfen Fragen zur langfristigen Ausfallsicherheit und Wartungsintensität der britischen Flotte auf.
Ein Problem mit weitreichenden Folgen
Der Vorfall mit der Airbus A380 zeigt, dass selbst bei einer hochentwickelten und gut gewarteten Flotte nicht immer mit einem reibungslosen Betrieb zu rechnen ist. Für Passagiere kann eine solche Störung unangenehme Folgen haben, darunter verpasste Anschlussflüge, Stress und zusätzliche Kosten. Die Verantwortlichen bei British Airways müssen sicherstellen, dass die Ursachen für diese technischen Störungen umfassend untersucht werden, um die Flugsicherheit zu gewährleisten und den Passagieren die notwendige Verlässlichkeit zurückzugeben.
Die Folgen dieser technischen Probleme könnten auch weitreichende Auswirkungen auf den Flugplan und die Wirtschaftlichkeit der Fluggesellschaft haben. Angesichts der Tatsache, dass die A380-Flotte und auch die Dreamliner für internationale Verbindungen von zentraler Bedeutung sind, sind regelmäßige Wartungsarbeiten und ein zuverlässiger Flugbetrieb unerlässlich für die Wettbewerbsfähigkeit von British Airways im globalen Luftfahrtmarkt.