Mit „Kim“ bringt die Freie Bühne Wieden ab Jänner 2025 ein innovatives und berührendes Theaterstück auf die Bühne, das sich gleichermaßen an Jugendliche und Erwachsene richtet. Das Werk des österreichischen Autors Flo Staffelmayr thematisiert den Balanceakt zwischen Menschlichkeit und Technik, Einsamkeit und Beziehung – und wagt einen Blick in die Welt von morgen. Die Inszenierung unter der Regie von Michaela Ehrenstein verspricht eine fesselnde Auseinandersetzung mit aktuellen und zeitlosen Fragen unserer Gesellschaft.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die sechzehnjährige Lotte, die gezwungen ist, ihr Zuhause zu verlassen und in einer fremden Stadt ein neues Leben zu beginnen. Um über die Runden zu kommen, nimmt sie eine Arbeit im Institut des exzentrischen Professors Wilhelm an. Dieser arbeitet an einer bahnbrechenden Entwicklung: einer künstlichen Intelligenz, die als soziale Begleiterin Menschen unterstützen soll.
Diese KI trägt den Namen „Kim“ und wird von Lotte zunächst skeptisch betrachtet. Doch Kim überzeugt nicht nur mit einem anziehenden Äußeren, sondern auch mit überraschend einfühlsamen Gesprächen. Zwischen Lotte und Kim entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung, die Lotte Trost und Orientierung gibt. Doch wie tief kann eine Verbindung zwischen Mensch und Maschine wirklich gehen? Und welche Verantwortung trägt der Mensch gegenüber der Technik, die er erschafft? Das Stück entfaltet sich als eine Erkundung dieser Fragen und gibt keine einfachen Antworten, sondern regt das Publikum zum Nachdenken an.
Eine einfühlsame Inszenierung mit starker Besetzung
Die Inszenierung wird von Michaela Ehrenstein geleitet, die mit ihrer sensiblen Regie die emotionalen Facetten der Charaktere betont. Die Bühne von Martin Gesslbauer zeichnet eine minimalistische, futuristische Welt, die Platz für die inneren Konflikte der Figuren schafft.
Barbara Edinger gibt Lotte eine fragile Stärke, die das Publikum in ihren Bann zieht. Ihre Darstellung der Einsamkeit und des Erwachsenwerdens ist nuanciert und bewegend. Katrin Fuchs verkörpert Kim, die künstliche Intelligenz, mit faszinierender Ambivalenz: Mal wirkt sie erschreckend perfekt, mal beinahe menschlich verletzlich. Kurt Hexmann als Professor Wilhelm bringt eine skurrile, aber auch tiefgründige Note in das Stück und stellt die ethischen Fragen, die den wissenschaftlichen Hintergrund des Dramas beleuchten.
Ein Stück, das Generationen verbindet
„Kim“ ist nicht nur eine Erzählung über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, sondern auch eine universelle Geschichte über Freundschaft, Einsamkeit und die Suche nach einem Platz in der Welt. Die jugendlichen Themen wie Selbstfindung, Unsicherheit und der Wunsch nach Verbindung werden mit einer philosophischen Reflexion über die Zukunft der Technologie verbunden.
Die ersten Reaktionen nach Probenbeginn sind durchweg positiv: Jugendliche werden sich in Lottes Gefühlen und ihrer Suche nach Orientierung wiederfinden, während Erwachsene die tiefere Ebene des Stücks und die ethischen Fragen genießen können. Die klug eingebundene Musik verstärkt die emotionale Tiefe und bietet auch nostalgische Momente für ältere Zuschauer.
Termine und Karten
Die Premiere findet am 14. Jänner 2025 statt, gefolgt von weiteren Vorstellungen bis zum 29. Jänner. Das Stück wird exklusiv in der Freien Bühne Wieden in Wien gezeigt. Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und die begrenzte Anzahl an Plätzen garantiert eine intime Theatererfahrung.
Flo Staffelmayr, ein renommierter Dramatiker der jungen Generation, beschäftigt sich in „Kim“ mit den Herausforderungen und Chancen des technologischen Fortschritts. Gleichzeitig erzählt er eine zutiefst menschliche Geschichte, die unabhängig von Alter oder Vorwissen berührt. Michaela Ehrenstein bringt als Regisseurin ihre langjährige Erfahrung in das Projekt ein und schafft eine Inszenierung, die Intimität und Weite zugleich vermittelt.
Die Zusammenarbeit mit Katrin Fuchs, Barbara Edinger und Kurt Hexmann – drei Darstellern, die auf der Bühne gleichermaßen mit Präzision und Emotion überzeugen – macht diese Produktion zu einem Höhepunkt der Wiener Theatersaison 2025.