ATR42-600 (Foto: ATR / BARTHE Pierre).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

EASA zertifiziert Starlink-Technik für ATR-Maschinen

Werbung

Der europäische Flugzeughersteller ATR, führend im Bereich Regionalflugzeuge, hat mit der Zertifizierung des Starlink-Internetverbindungssystems durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dies markiert das erste Mal, daß ein Hochgeschwindigkeits-Satelliteninternetsystem speziell für Kurzstrecken-Turboprop-Flugzeuge zugelassen wurde. Die Zertifizierung eröffnet ATR-Betreibern weltweit neue Möglichkeiten, ihren Passagieren ein verbessertes Reiseerlebnis zu bieten.

Nach einer Serie erfolgreicher Testflüge, die von ATRs Hauptsitz in Toulouse, Frankreich, durchgeführt wurden, erhielt das Unternehmen am 21. Januar 2025 die offizielle Genehmigung der EASA. Die Tests erfolgten mit einem ATR72-600-Testflugzeug und demonstrierten die Stabilität und Zuverlässigkeit des Systems. Das von SpaceX entwickelte Starlink-System basiert auf einer innovativen Satellitenkonstellation in niedriger Erdumlaufbahn, die Hochgeschwindigkeitsinternet für verschiedenste Anwendungen wie Streaming, Videoanrufe und Online-Spiele bietet.

„Starlink eröffnet eine neue Ära für ATR und hebt das Passagiererlebnis im regionalen Flugverkehr auf ein neues Niveau“, erklärte Daniel Cuchet, Senior Vice-President Engineering bei ATR. Die Zertifizierung wird es den Betreibern der ATR72-Flotte ermöglichen, das Starlink-System entweder als Nachrüstoption für bestehende Flugzeuge oder als Ausstattung für Neuflugzeuge zu integrieren.

Kooperation mit Air New Zealand

Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand wird als erster Kunde das zertifizierte System in ihre ATR-Flotte integrieren. Dies ist Teil der langfristigen Zusammenarbeit zwischen ATR und Air New Zealand. Erst kürzlich nahm die Airline ihr 30. ATR-Flugzeug in Empfang, das in einer einwöchigen Überführungsmission von Toulouse nach Christchurch ausgeliefert wurde.

Nikhil Ravishankar, Chief Digital Officer von Air New Zealand, erklärte: „Wir suchen kontinuierlich nach neuen Technologien, die unseren Kunden einen Mehrwert bieten. Eine nahtlose Internetverbindung während des Fluges wird das Reiseerlebnis für Geschäfts- und Privatreisende revolutionieren.“

Das Starlink-System wird an der Außenseite der Flugzeuge installiert und bietet eine Verbindung, die bisher vor allem auf Langstreckenjets verfügbar war. Die Einführung in die Kurzstreckenflotte gilt als technologische Innovation, die den Regionalflugverkehr konkurrenzfähiger macht.

Strategische Bedeutung für ATR

Die Entscheidung, Starlink in die ATR-Flugzeuge zu integrieren, ist Teil einer größeren Strategie des Herstellers, den Regionalflugmarkt zu modernisieren. Turboprop-Flugzeuge wie die ATR72-Familie sind besonders auf kurzen und mittleren Strecken beliebt, da sie effizient und kostengünstig betrieben werden können. Mit der Hinzufügung von Hochgeschwindigkeitsinternet hebt ATR den Komfortstandard in einem Segment an, das traditionell weniger Augenmerk auf Unterhaltung und Konnektivität gelegt hat.

PMV Engineering, ein Spezialist für Flugzeugmodifikationen, entwickelte die erforderlichen technischen Anpassungen, um das Starlink-System für die ATR72-Flugzeuge zu zertifizieren. Die Zulassung durch eine ergänzende Musterzulassung (Supplemental Type Certificate, STC) ermöglicht es, die Technologie in allen ATR72-500- und ATR72-600-Flugzeugen einzusetzen.

Ein neuer Maßstab für den Regionalflugverkehr

Die Einführung des Starlink-Systems stellt einen Paradigmenwechsel dar. Bisher war das Angebot von In-Flight-Internet hauptsächlich auf größere Flugzeuge und Langstrecken beschränkt. Die Zertifizierung und Implementierung in Turboprop-Flugzeuge könnte dazu führen, daß der Regionalflugverkehr als attraktive Alternative für Geschäftsreisende und technikaffine Passagiere wahrgenommen wird.

Die Entwicklung spiegelt auch das wachsende Interesse der Luftfahrtindustrie wider, den Anforderungen einer digitalisierten Gesellschaft gerecht zu werden. Während einige Fluggesellschaften weiterhin auf bewährte Technologien setzen, zeigt ATR mit der Einführung von Starlink, daß Innovation auch im regionalen Marktsegment ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann.Der europäische Flugzeughersteller ATR, führend im Bereich Regionalflugzeuge, hat mit der Zertifizierung des Starlink-Internetverbindungssystems durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dies markiert das erste Mal, daß ein Hochgeschwindigkeits-Satelliteninternetsystem speziell für Kurzstrecken-Turboprop-Flugzeuge zugelassen wurde. Die Zertifizierung eröffnet ATR-Betreibern weltweit neue Möglichkeiten, ihren Passagieren ein verbessertes Reiseerlebnis zu bieten.

Ein technologischer Schritt nach vorn

Nach einer Serie erfolgreicher Testflüge, die von ATRs Hauptsitz in Toulouse, Frankreich, durchgeführt wurden, erhielt das Unternehmen am 21. Januar 2025 die offizielle Genehmigung der EASA. Die Tests erfolgten mit einem ATR72-600-Testflugzeug und demonstrierten die Stabilität und Zuverlässigkeit des Systems. Das von SpaceX entwickelte Starlink-System basiert auf einer innovativen Satellitenkonstellation in niedriger Erdumlaufbahn, die Hochgeschwindigkeitsinternet für verschiedenste Anwendungen wie Streaming, Videoanrufe und Online-Spiele bietet.

„Starlink eröffnet eine neue Ära für ATR und hebt das Passagiererlebnis im regionalen Flugverkehr auf ein neues Niveau“, erklärte Daniel Cuchet, Senior Vice-President Engineering bei ATR. Die Zertifizierung wird es den Betreibern der ATR72-Flotte ermöglichen, das Starlink-System entweder als Nachrüstoption für bestehende Flugzeuge oder als Ausstattung für Neuflugzeuge zu integrieren.

Kooperation mit Air New Zealand

Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand wird als erster Kunde das zertifizierte System in ihre ATR-Flotte integrieren. Dies ist Teil der langfristigen Zusammenarbeit zwischen ATR und Air New Zealand. Erst kürzlich nahm die Airline ihr 30. ATR-Flugzeug in Empfang, das in einer einwöchigen Überführungsmission von Toulouse nach Christchurch ausgeliefert wurde.

Nikhil Ravishankar, Chief Digital Officer von Air New Zealand, erklärte: „Wir suchen kontinuierlich nach neuen Technologien, die unseren Kunden einen Mehrwert bieten. Eine nahtlose Internetverbindung während des Fluges wird das Reiseerlebnis für Geschäfts- und Privatreisende revolutionieren.“

Das Starlink-System wird an der Außenseite der Flugzeuge installiert und bietet eine Verbindung, die bisher vor allem auf Langstreckenjets verfügbar war. Die Einführung in die Kurzstreckenflotte gilt als technologische Innovation, die den Regionalflugverkehr konkurrenzfähiger macht.

Strategische Bedeutung für ATR

Die Entscheidung, Starlink in die ATR-Flugzeuge zu integrieren, ist Teil einer größeren Strategie des Herstellers, den Regionalflugmarkt zu modernisieren. Turboprop-Flugzeuge wie die ATR72-Familie sind besonders auf kurzen und mittleren Strecken beliebt, da sie effizient und kostengünstig betrieben werden können. Mit der Hinzufügung von Hochgeschwindigkeitsinternet hebt ATR den Komfortstandard in einem Segment an, das traditionell weniger Augenmerk auf Unterhaltung und Konnektivität gelegt hat.

PMV Engineering, ein Spezialist für Flugzeugmodifikationen, entwickelte die erforderlichen technischen Anpassungen, um das Starlink-System für die ATR72-Flugzeuge zu zertifizieren. Die Zulassung durch eine ergänzende Musterzulassung (Supplemental Type Certificate, STC) ermöglicht es, die Technologie in allen ATR72-500- und ATR72-600-Flugzeugen einzusetzen.

Ein neuer Maßstab für den Regionalflugverkehr

Die Einführung des Starlink-Systems stellt einen Paradigmenwechsel dar. Bisher war das Angebot von In-Flight-Internet hauptsächlich auf größere Flugzeuge und Langstrecken beschränkt. Die Zertifizierung und Implementierung in Turboprop-Flugzeuge könnte dazu führen, daß der Regionalflugverkehr als attraktive Alternative für Geschäftsreisende und technikaffine Passagiere wahrgenommen wird.

Die Entwicklung spiegelt auch das wachsende Interesse der Luftfahrtindustrie wider, den Anforderungen einer digitalisierten Gesellschaft gerecht zu werden. Während einige Fluggesellschaften weiterhin auf bewährte Technologien setzen, zeigt ATR mit der Einführung von Starlink, daß Innovation auch im regionalen Marktsegment ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung