Am 15. Februar 2025 musste ein Airbus A321 der al-Masria Airlines mit 216 russischen Reisenden an Bord aufgrund eines Schneesturms in Kaliningrad eine Ausweichlandung im polnischen Poznań vornehmen. Der Flug war auf dem Rückweg von Sharm el-Sheikh nach Kaliningrad, als die Landung aufgrund der Witterungsbedingungen kurzfristig abgesagt wurde. Die Maschine wurde stattdessen zu einem Flughafen in Polen umgeleitet, was den Passagieren jedoch eine lange Wartezeit beschertete.
Obwohl der Pilot den Reisenden zunächst versichert hatte, dass der Weiterflug in etwa 30 Minuten stattfinden würde, mussten die Passagiere am Ende fast zehn Stunden in der Maschine bleiben, bevor die Reise fortgesetzt werden konnte. Der Aufenthalt in der Maschine war besonders unangenehm, da es weder Nahrung noch Wasser gab und nur eine Toilette funktionierte. Der polnische Grenzschutz hatte entschieden, dass die Reisenden das Flugzeug nicht verlassen durften, da sie keine gültigen Visa besaßen. Die Verzögerung war zudem auf Schwierigkeiten beim Treibstoffkauf zurückzuführen, die den Weiterflug weiter verzögerten.
Laut den Berichten russischer Medien war der Vorfall ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen des geopolitischen Umfelds auf den Flugverkehr. Der Luftverkehr in und aus der russischen Exklave Kaliningrad ist seit dem Krieg in der Ukraine zunehmend problematisch, da Flüge oft längere Routen in Kauf nehmen müssen und Grenzkontrollen erschwert werden.