Im März 2025 begeht Wien den 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn mit einer Reihe von Veranstaltungen, die sein musikalisches Erbe würdigen. Die Feierlichkeiten bieten ein breites Spektrum an kulturellen Darbietungen, von Tanzperformances über wissenschaftliche Symposien bis hin zu Operettenaufführungen.
Den Auftakt bildet die dreiteilige Reihe „Dance – Move – Sleep“ vom 1. bis 8. März. Im REAKTOR präsentiert die Gruppe Liquid Loft gemeinsam mit dem Ensemble PHACE eine Uraufführung, die sich mit dem Rausch und der Bewegung in Strauss‘ Werk auseinandersetzt. Am 5. März folgt im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste die Veranstaltung „Die Freude am Leben“ mit dem Chorus sine nomine, die das Lebensgefühl in Strauss‘ Musik zelebriert. Den Abschluss dieser Reihe markiert am 8. März die österreichische Erstaufführung von Max Richters „Sleep“ im Malersaal des Arsenals.
Parallel dazu startet am 6. März die Ringvorlesung „Strauss-Topographien“ am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. Diese Vortragsreihe lädt dazu ein, den prägenden Einfluss von Johann Strauss auf die Stadt Wien zu erforschen und seine Bedeutung im Jubiläumsjahr zu beleuchten. Am 10. März präsentieren über 900 Wiener Schüler im Wiener Konzerthaus mit „Jo! Strauss“ ihre eigenen Interpretationen von Strauss‘ Werken, die sie im Laufe eines Jahres erarbeitet haben.
Ein weiteres Highlight ist die Premiere von „Villa Orlofsky“ am 15. März im Volkstheater. Regisseur Paul-Georg Dittrich interpretiert den zweiten Akt von Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“ neu und kombiniert klassische Melodien mit modernen Instrumentierungen und Live-Elektronik. Ab dem 21. März verwandelt die Lichtinstallation „LichtStrauss“ von Victoria Coeln den Wiener Stadtpark in ein begehbares Kunstwerk, inspiriert von den Frauenfiguren in Strauss‘ Operetten.
Den krönenden Abschluss des Monats bildet am 29. März das „Operetten-Pasticcio“ im Musikverein. Unter der Leitung von Franz Welser-Möst bringen die Wiener Philharmoniker selten gespielte Werke von Johann Strauss zur Aufführung und bieten dem Publikum die Möglichkeit, weniger bekannte Facetten seines Schaffens zu entdecken.