Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2024 ihren operativen Verlust deutlich reduziert. Mit einem Minus von 333 Millionen Euro fiel das operative Ergebnis um rund 1,8 Milliarden Euro besser aus als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf höhere Bundeszuschüsse und Einsparmaßnahmen zurückzuführen. Dennoch bleibt das Unternehmen mit einem Jahresverlust von 1,8 Milliarden Euro tief in den roten Zahlen. Während der Regionalverkehr mit einem operativen Gewinn von 108 Millionen Euro wieder in die Gewinnzone zurückkehrte, verzeichnete der defizitäre Fernverkehr weitere Rückgänge bei Umsatz und Verkehrsleistung. Gleichzeitig sank die Pünktlichkeit auf nur noch 62,5 Prozent.
Als zentrale Schwachstelle des Unternehmens gilt weiterhin die überlastete und störanfällige Infrastruktur. Trotz hoher Investitionen konnte die Betriebsleistung nicht verbessert werden. Die erste generalsanierte Strecke, die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim, wurde planmäßig fertiggestellt. Um die Leistungsfähigkeit der Schiene grundlegend zu verbessern, startete die Bahn im zweiten Halbjahr 2024 das Sanierungsprogramm S3. Bis 2027 sollen Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit nachhaltig verbessert werden. Insgesamt investierte die Bahn im vergangenen Jahr 18,2 Milliarden Euro, wovon 5,9 Milliarden Euro aus Eigenmitteln stammten.
Parallel dazu treibt der Konzern seinen Umbau voran. Die Logistiktochter DB Schenker sowie der europäische Nahverkehrsanbieter DB Arriva werden aus der Konzernbilanz herausgelöst. Der geplante Verkauf von Schenker soll die hohe Schuldenlast verringern, die Ende 2024 bei 32,6 Milliarden Euro lag. Zudem setzt die Bahn verstärkt auf Stellenstreichungen im Verwaltungsbereich: Bereits 1.000 Arbeitsplätze wurden abgebaut, bis 2027 sollen konzernweit rund 10.000 weitere Stellen entfallen.