Airbus A321neo (Foto: Adam Moreira (AEMoreira042281)).
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Falsche Bombendrohung legt Hawaiian Airlines Flug in San Diego lahm – Militärangehöriger festgenommen

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Am Montagvormittag kam es am internationalen Flughafen von San Diego (SAN) zu erheblichen Störungen, als ein Passagier an Bord eines Airbus A330 der Hawaiian Airlines, der sich zum Abflug nach Honolulu (HNL) bereit machte, eine Bombendrohung meldete. Der Vorfall führte zu einem Großeinsatz von Sicherheitskräften und einer mehrstündigen Verspätung des Fluges HA15. Ein 35-jähriger Militärangehöriger wurde festgenommen.

Gegen 08:45 Uhr Ortszeit, als sich Flug HA15 der Hawaiian Airlines zum Start nach Honolulu bereit machte, informierte der Passagier John Stea eine Flugbegleiterin über eine angebliche Bombendrohung. Laut NBC San Diego gab Stea an, daß die Person neben ihm eine Bombe besitze. Der Kapitän wurde umgehend informiert und alarmierte die lokalen Behörden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Airbus A330 auf eine sichere Position auf dem Flugfeld gerollt.

Der Flughafen San Diego International bestätigte den Vorfall auf seinen sozialen Medien und versicherte, daß in Zusammenarbeit mit der Hafenpolizei und Hawaiian Airlines die Sicherheit aller Passagiere gewährleistet werde. Der übrige Flugbetrieb am Flughafen wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt.

Großeinsatz von Sicherheitskräften und Evakuierung des Flugzeugs

Nachdem das Flugzeug an einer sicheren Stelle abgestellt worden war, trafen lokale und bundesstaatliche Strafverfolgungsbehörden ein. Die 283 Passagiere und 10 Besatzungsmitglieder mußten das Flugzeug verlassen, damit es auf Sprengkörper untersucht werden konnte.

Die Hafenpolizei setzte ein SWAT-Team und Sprengstoffspürhunde ein, und die Gemeinsame Terrorismus-Task Force nahm die Ermittlungen auf. Später unterstützten auch die Feuerwehr von San Diego und das FBI die Untersuchung. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Die Passagiere wurden über eine mobile Treppe aus dem Flugzeug gebracht und mit Shuttlebussen zum Terminal gefahren.

FBI stuft Drohung als nicht glaubwürdig ein – Festnahme erfolgt

Nach eingehender Untersuchung kam das FBI zu dem Schluß, daß die Bombendrohung nicht glaubwürdig war. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit jedoch zur Wachsamkeit auf und baten darum, verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden.

Der Flughafen San Diego gab bekannt, daß Flug HA15 gegen 12:06 Uhr von der Transportation Security Administration (TSA) freigegeben wurde. Der Flughafen bedankte sich bei allen beteiligten Sicherheitskräften für ihre Unterstützung. John Stea wurde festgenommen und muß sich nun wegen des Vortäuschens einer falschen Bombendrohung verantworten. Der Flug HA15 hob mit erheblicher Verspätung um 14:14 Uhr ab und landete um 16:47 Uhr in Honolulu.

Zunahme falscher Bombendrohungen in der Luftfahrt

Der Vorfall bei Hawaiian Airlines ist kein Einzelfall. In jüngster Zeit gab es vermehrt Meldungen über falsche Bombendrohungen gegen Flugzeuge. So wurde beispielsweise im April ein Flug von Allegiant Air in St. Pete – Clearwater aufgrund einer solchen Drohung am Boden festgehalten. Auch ein Flug der Air India nach New York mußte im Vormonat aufgrund einer falschen Bombendrohung umkehren.

Diese Vorfälle verdeutlichen die Sensibilität und die weitreichenden Folgen, die solche Meldungen im Luftverkehr haben, selbst wenn sie sich als unbegründet herausstellen. Die prompte Reaktion der Sicherheitsbehörden zeigt, wie ernst jede Bedrohung der Flugsicherheit genommen wird.

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