Der europäische Luftverkehr hat in der 24. Kalenderwoche durchschnittlich 34.565 tägliche Flüge verzeichnet. Dies entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreicht bemerkenswerte 99 Prozent des Flugaufkommens von 2019, dem Jahr vor Beginn der weltweiten Reisebeschränkungen. Dies geht aus aktuellen Daten der europäischen Organisation für Flugsicherung Eurocontrol hervor.
Das Wachstum im Luftverkehr fiel jedoch geringer aus als ursprünglich erwartet. Dies ist unter anderem auf den Pfingstmontag als Feiertag in einigen europäischen Staaten sowie auf die sich entwickelnde Lage im Nahen Osten zurückzuführen, welche dämpfend auf die Verkehrsentwicklung wirkten. Im Vergleich zur Vorwoche stieg das Flugaufkommen dennoch um ein Prozent. Die Pünktlichkeit bei Ankunft und Abflug zeigte sich verbessert: Mit 75 Prozent bei Ankünften und 69 Prozent bei Abflügen wurden die Werte der entsprechenden Woche des Vorjahres sowie von 2019 übertroffen.
Trotz der gestiegenen Pünktlichkeit nahmen die Verspätungen im Streckenbereich zu. Sie stiegen um 24 Prozent gegenüber der Vorwoche auf durchschnittlich knapp 80.700 Minuten täglich, blieben aber immerhin drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Hauptursachen für diese Verzögerungen nennt Eurocontrol Kapazitäts- und Personalengpässe bei der Flugsicherung, welche für 49 Prozent aller Verspätungen verantwortlich waren, sowie widrige Wetterbedingungen, die 40 Prozent der Verzögerungen verursachten.
Im Mai stellte Eurocontrol Gebühren für Streckendienste in Höhe von 1,057 Milliarden Euro in Rechnung, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber Mai 2024 entspricht. Diese Einnahmen spiegeln das erhöhte Verkehrsaufkommen und die Dienstleistungen wider, die zur Sicherstellung eines reibungslosen Flugbetriebs in einem komplexen und dicht frequentirten Luftraum erforderlich sind. Die Entwicklung zeigt eine anhaltende Erholung des europäischen Luftverkehrssektors, wenn auch unter dem Einfluß externer Faktoren.