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Kerosinverbrauch deutscher Fluggesellschaften auf Rekordtief

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Der durchschnittliche Kerosinverbrauch deutscher Fluggesellschaften hat im Jahre 2024 einen neuen Tiefstwert erreicht. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) sank der Verbrauch auf 3,38 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Dies ist der niedrigste jemals gemessene Wert und setzt den langjährigen Trend zur Effizienzsteigerung in der deutschen Luftfahrt fort. Seit 1990 konnte der Verbrauch nach Angaben des Verbandes um 46 Prozent reduziert werden, was die fortlaufenden Bemühungen der Branche um Betriebsoptimierung unterstreicht.

Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des BDL, führt diese positive Entwicklung maßgeblich auf die konsequente Modernisierung der Flugzeugflotten zurück. Er betont, daß der Ersatz eines älteren Flugzeuges durch ein neues Modell den Kerosinverbrauch sofort um bis zu 30 Prozent senke. Neben der Effizienzsteigerung werde dadurch auch die Lärmbelastung reduziert, was sich besonders in Flughafennähe bemerkbar mache. Aktuell betreiben deutsche Fluggesellschaften eine Flotte von insgesamt 830 Maschinen. Die Branche plant, bis zum Jahre 2034 weitere 482 neue Flugzeuge in Empfang zu nehmen. Die entsprechenden Bestellungen oder Vormerkungen belaufen sich auf einen Listenwert von rund 82 Milliarden Euro, was die Investitionsbereitschaft und das Engagement der deutschen Airlines verdeutlicht.

Besonders sparsam zeigen sich dabei die neuesten Langstreckenflugzeuge der deutschen Airlines. Diese Maschinen erreichen, abhängig von ihrer Konfiguration, Verbrauchswerte zwischen 2,1 und 2,5 Litern Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer. Diese Werte liegen deutlich unter dem aktuellen Flottendurchschnitt und versprechen weiteres Einsparpotenzial mit der Auslieferung zukünftiger Modelle. Allerdings sieht sich die Branche derzeit mit Herausforderungen konfrontiert: Anhaltende Lieferverzögerungen seitens der Flugzeughersteller behindern die geplante Flottenerneuerung. Ohne diese Engpässe wäre der durchschnittliche Verbrauch möglicherweise noch stärker gesunken, so der BDL.

Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des BDL offenbarte zudem erhebliche Wissenslücken bei den Passagieren hinsichtlich des tatsächlichen Treibstoffverbrauchs von Flugzeugen. Nur zwölf Prozent der Befragten konnten den realen Durchschnittsverbrauch von etwa drei Litern pro 100 Kilometer korrekt einschätzen. Ein Großteil der Befragten überschätzte den Verbrauch drastisch: 31 Prozent tippten auf 30 Liter, während 23 Prozent 15 Liter vermuteten. Rund ein Drittel der Teilnehmer gab an, den Verbrauch überhaupt nicht einschätzen zu können. Diese Umfrageergebnisse deuten auf einen Informationsbedarf in der Öffentlichkeit hin und zeigen, daß die Effizienzfortschritte der Luftfahrtindustrie vielen nicht bekannt sind.

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