Drohnen erfreuen sich steigender Beliebtheit (Foto: Pixabay).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Drohnen im Urlaubsgepäck: ÖAMTC gibt wichtige Hinweise für Reisende

Werbung

Immer mehr Menschen nehmen ihre Drohne mit auf Reisen, um aus der Luft Aufnahmen von Urlaubszielen zu fertigen. Doch wer seine Drohne im Sommerurlaub einsetzen möchte, sollte sich umfassend vorbereiten. Der ÖAMTC-Drohnenexperte Thomas Fleer weist darauf hin, daß es gerade bei Auslandsreisen unerläßlich ist, sich vorab über die jeweiligen Bestimmungen zu informieren. Obwohl es EU-weit einheitliche Grundregeln giebt, können regionale Einschränkungen gelten, die bei Nichtbeachtung zu Problemen führen können.

Innerhalb der Europäischen Union darf mit einer in Österreich registrierten Drohne grundsätzlich geflogen werden, sofern die geltenden Grundregeln eingehalten werden. Dazu gehört, daß die Drohne stets in Sichtweite des Piloten betrieben werden muß und Flugverbotszonen, wie etwa in der Nähe von Flughäfen oder militärischen Anlagen, strikt einzuhalten sind. Nähert sich ein bemanntes Luftfahrzeug, ist die Drohne unverzüglich zu landen. Auch der Datenschutz und die Privatsphäre anderer Personen sind zu beachten; Luftaufnahmen über Menschenansammlungen oder private Grundstücke können rechtlich problematisch sein. Über die EU-weiten Regelungen hinaus giebt es jedoch oft lokale Besonderheiten, wie Flugverbote in Städten oder Nationalparks, die in offiziellen Luftkarten oder regionalen Drohnen-Apps eingesehen werden sollten. Beispielsweise sind in Deutschland und der Schweiz bestimmte Bereiche über dicht besiedelten Gebieten oder Naturschutzgebieten für Drohnenflüge gesperrt.

Vorsicht ist auch bei hohen Temperaturen geboten, da Hitze nicht nur den Menschen, sondern auch die Technik belastet. Besonders empfindlich reagieren die Lithium-Polymer-Akkus von Drohnen; Temperaturen über 60 Grad Celsius können die Zellen schädigen und die Lebensdauer der Batterie verkürzen. Der ÖAMTC-Experte rät daher dringend, die Drohne keinesfalls im heißen Auto liegenzulassen, wo schnell 70 Grad erreicht werden können, und das Gerät nach dem Flug im Schatten auskühlen zu lassen. Zudem ist bei Flügen in großer Hitze die Konzentration des Piloten gefordert, da Drohnenpiloten Teil des Luftraumes sind und jederzeit auf andere Luftfahrzeuge reagieren können müssen. Regelmäßige Pausen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ein schattiger Platz für den Steuernden sind daher wichtige Sicherheitsfaktoren.

Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub reist, sollte sich rechtzeitig über die Transportvorgaben für Drohnen informieren. Zumeist darf die Drohne selbst im Aufgabegepäck mitgeführt werden, die Akkus gehören jedoch aus Sicherheitsgründen ins Handgepäck – idealerweise in einer feuerfesten Transporttasche (Lipo-Bag). Bei Unklarheiten sollten zusätzliche Informationen bei der jeweiligen Fluggesellschaft eingeholt werden, da die Bestimmungen variieren können. In Österreich, wie auch in vielen anderen Ländern, besteht zudem eine Pflicht zur Haftpflichtversicherung für Drohnen. Dies ist wichtig, da Piloten persönlich haften, wenn durch den Drohneneinsatz ein Schaden entsteht. Es empfiehlt sich daher, die bestehende Polizze vor der Reise zu prüfen und gegebenenfalls die Versicherung zu erweitern, um vor hohen Kosten geschützt zu sein.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung