Die amerikanische Fluggesellschaft Spirit Airlines hat nach dem Scheitern eines kürzlich abgeschlossenen Insolvenzverfahrens Beraterfirmen beauftragt, um strategische und finanzielle Optionen zu prüfen. Das Unternehmen kämpft weiterhin mit hohen Verlusten und einer drohenden Liquiditätskrise.
Berichten zufolge verlor die Fluggesellschaft zwischen Mitte März und Juni dieses Jahres 256 Millionen US-Dollar, entgegen früherer Gewinnprognosen. Um einen drohenden Liquiditätsengpaß abzuwenden, sicherte sich Spirit kürzlich einen Kredit über 275 Millionen US-Dollar. Zusätzlich wurden Vereinbarungen mit einem Kreditkartenabwickler revidiert und zusätzliche Sicherheiten gewährt.
Als Reaktion auf die schwierige Lage wurden 270 Piloten beurlaubt und 140 Flugkapitäne herabgestuft. Das Unternehmen prüfe zudem den Verkauf von Vermögenswerten wie Flugzeugen, Immobilien und Gates, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Die erneuten Schwierigkeiten von Spirit Airlines spiegeln die angespannte Situation im amerikanischen Luftfahrtmarkt wider, der unter einem Überangebot und einer schwachen Nachfrage im Freizeitverkehr leidet. Prognosen deuten darauf hin, daß die Fluggesellschaft ohne weitere Umstrukturierung die vereinbarten Liquiditätsziele verfehlen könnte.