Das Konsortium aus der Vanderlande Logistics GmbH und der Vanderlande Logistics Unipessoal Lda hat den Auftrag für die Planung, Lieferung und Installation des Gepäckabfertigungssystems am neuen polnischen Grossflughafen CPK erhalten. Das System, das häufig als das Herzstück eines Passagierterminals gilt, ist ein entscheidender Bestandteil des zukünftigen Drehkreuzes in Mitteleuropa.
Der Auftragsvergabe ging ein umfassendes Ausschreibungsverfahren voraus. Drei europäische Unternehmen nahmen an dem Prozess teil. Das Vanderlande-Konsortium konnte sich mit einem Angebot in Höhe von 115 Millionen Euro netto für die Lieferung und Installation durchsetzen. Zum Vergleich lag das Angebot der Konkurrenz Beumer Group Poland bei 198 Millionen Euro netto. Die beiden Angebote umfassten zudem die Kosten für Betrieb und Wartung für die ersten fünf Jahre.
Das Gepäckabfertigungssystem wird rund 80.000 Quadratmeter Terminalfläche einnehmen und mit Förderbändern von über 16 Kilometern Länge ausgestattet sein. Die Technologie basiert auf einem Individual Carrier System (ICS), bei dem Gepäckstücke in einzelnen Behältern transportiert werden. Dieses System soll eine hohe Genauigkeit bei der Verfolgung und Sortierung des Gepäcks ermöglichen. Zudem kann es gemäss den wachsenden Passagierzahlen erweitert werden.
Der Auftrag ist ein weiterer Meilenstein für das CPK-Projekt, das als strategische Investition Polens gilt. Das Projekt ist darauf ausgelegt, Luft-, Schienen- und Strassennetze zu integrieren. Die Fertigstellung des unterirdischen Bahnhofs sowie des Tunnels ist bis 2029 geplant. Die Inbetriebnahme des Flughafens soll Ende 2032 erfolgen.