Boeing 737-800, betrieben von Buzz (Foto: Jan Gruber).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Ryanair kritisiert EU-Flugsicherung: 33 Millionen Passagiere von Verspätungen betroffen

Werbung

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am Mittwoch, dem 5. November 2025, erneut scharfe Kritik an der Leistung der europäischen Flugsicherungsdienste (ATC) geäußert und die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, zu dringenden Reformen aufgefordert. Nach Angaben von Ryanair waren im laufenden Jahr bis zum 27. Oktober bereits 33 Millionen Passagiere von ATC-bedingten Verspätungen betroffen.

Ryanair veröffentlichte eine sogenannte „ATC Delays League“, aus der hervorgeht, dass die Flugsicherungen in Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien die schlechteste Performance in Bezug auf Verspätungen und Annullierungen aufweisen. Die Airline wirft den Regierungen dieser Länder vor, ihre Flugsicherungsdienste nicht angemessen zu besetzen und ineffizient zu verwalten, was zu Personalengpässen und Missmanagement führe. Im Gegensatz dazu hebt Ryanair Länder wie Bulgarien, die Slowakei, die Niederlande, Belgien und Dänemark hervor, deren Flugsicherungen effizient betrieben würden und daher die wenigsten Ausfälle verzeichneten.

Michael O’Leary, Chef von Ryanair, bezeichnete die Situation als „unverzeihlich“ und mahnte, dass die Passagiere den Preis für das Versagen der Flugsicherung zahlen müssten. Die Forderungen von Ryanair und der Airline-Vereinigung A4E zielen auf zwei zentrale Reformen ab: Erstens sollen nationale Flugsicherungsdienste bei Nichterfüllung der vollen Besetzung für die morgendliche Flugwelle mit Geldstrafen belegt werden. Zweitens soll der Überflugverkehr sowie der Binnenmarkt während nationaler ATC-Streiks geschützt werden, um die Auswirkungen auf Reisende in anderen Ländern zu minimieren.

Die anhaltende Kritik an den Flugsicherungsdiensten beleuchtet die komplexen Herausforderungen im europäischen Luftraum, die über die reinen Kapazitätsgrenzen hinausgehen. Während die Airlines die volle Verantwortung bei den nationalen Betreibern und der EU-Kommission sehen, verweisen Flugsicherungen ihrerseits oft auf wachsende Verkehrsdichte und widrige Wetterbedingungen als beitragende Faktoren für Verspätungen. Die Forderung nach einer Reform, die die Mobilität der Bürger in der EU schützen soll, wird durch die Initiative von Ryanair bekräftigt, die Passagiere dazu aufruft, sich direkt an die EU-Kommission zu wenden.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung