Flughafen Charleroi (Foto: René Steuer).
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Temporäre Sperrung des belgischen Luftraums nach Drohnenvorfällen an Großflughäfen

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Belgische Behörden haben am Dienstagabend den Luftraum über den Flughäfen Brüssel (EBBR), Charleroi (EBCI) und Lüttich (EBLG) aufgrund mehrerer Meldungen über Drohnen in der Nähe strategischer Luftfahrtstandorte vorübergehend geschlossen. Die Vorfälle betrafen sowohl zivile Flughäfen als auch Militärbasen und führten zur Einstellung des Flugbetriebs an allen drei Großflughäfen.

Gemäß einer operativen Meldung von Eurocontrol (NMOC Brüssel) wurde für alle drei Flughäfen eine „Zero-Rate Restriction“ verhängt, wodurch bis 01:00 Uhr UTC (02:00 Uhr Ortszeit) keine Starts oder Landungen erlaubt waren. Am Flughafen Brüssel waren die Flugoperationen bereits zuvor temporär eingestellt worden, nachdem dort Drohnen in der Nähe des Flugfelds gesichtet wurden. Anfliegende Maschinen mussten umgeleitet werden, zunächst nach Lüttich. Da jedoch auch über dem Flughafen Lüttich Drohnensichtungen gemeldet wurden, mussten die Umlenkungen auf Flughäfen wie Maastricht, Eindhoven, Ostende-Brügge und Köln ausgeweitet werden. Nach einer dreißigminütigen Phase ohne weitere Drohnenaktivität konnte der Flugbetrieb in Brüssel vorübergehend wieder aufgenommen werden.

Die Vorfälle beschränkten sich nicht nur auf zivile Ziele. Belgische Medien berichteten über Drohnensichtungen auch in der Nähe der Militärflugplätze Florennes (Provinz Namur), wo Belgiens erste F-35 Kampfflugzeuge stationiert sind, sowie nahe der Kleine-Brogel Air Base in Peer. Zeugen in Kleine-Brogel berichteten von bis zu sechs Drohnen, wovon die lokale Polizei zwei bestätigte. Die Sicherheitsvorkehrungen um die Militärstützpunkte wurden daraufhin verstärkt, und ein Hubschrauber der föderalen Polizei wurde zur Überwachung eingesetzt. Die belgische Flugsicherung skeyes teilte gegenüber dem Sender RTBF mit, dass bislang keine Beweise für eine direkte Verbindung zwischen den Drohnensichtungen an den zivilen Flughäfen und den Militärstützpunkten gefunden wurden. Die föderale Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die simultanen Drohnenvorfälle an kritischen Infrastrukturstandorten in Belgien werfen erneut Fragen zur Sicherheit des Luftraums auf und unterstreichen die Notwendigkeit von staatlich kontrollierten Lösungen zur Detektion und Abwehr unbefugter Drohnen in der Nähe von Flughäfen und militärischen Einrichtungen.

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