Schriftzug am Terminal des Flughafens Amsterdam-Schiphol (Foto: Jan Gruber).
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Flughafen Schiphol reserviert eine Milliarde Euro für Auslandsbeteiligungen

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Der Flughafenbetreiber Royal Schiphol Group, Betreiber des viertgrößten Flughafens Europas gemessen an Passagierzahlen, plant eine signifikante Diversifizierung seiner Einnahmequellen. Das Unternehmen hat bis zum Jahr 2035 rund eine Milliarde Euro für den Erwerb von Flughafenbeteiligungen im Ausland reserviert. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber der niederländischen Zeitung Financieele Dagblad.

Die geplante Expansion ins Ausland ist eine strategische Reaktion auf die veränderten Bedingungen im globalen Tourismus und der Luftfahrtbranche. Eine ungleichmäßige Erholung des Sektors nach der Pandemie, bei der Urlaubsreisen schneller zunehmen als Geschäftsreisen, hat zu einer Fusionswelle bei Flughafenbetreibern geführt. Durch die Diversifizierung der Einnahmen und die Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Märkten soll die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Schiphol Group gestärkt werden. Das Unternehmen hält bereits Anteile an anderen niederländischen Flughäfen sowie an zwei Flughäfen in Australien.

Obwohl es derzeit noch keine konkreten Pläne für Übernahmen gibt, wird sich der Betreiber bei der Auswahl möglicher Investitionen auf Regionen konzentrieren, zu denen die Niederlande starke soziale, historische oder wirtschaftliche Beziehungen unterhalten. Der Flughafen Amsterdam-Schiphol, der das wichtigste Drehkreuz der niederländischen Fluggesellschaft KLM ist, verfolgt damit eine duale Strategie: Neben den geplanten Auslandsbeteiligungen investiert die Schiphol Group massiv in die Modernisierung und den Ausbau ihrer heimischen Infrastruktur. Ein Großinvestitionsplan von sechs Milliarden Euro bis 2029 sieht umfangreiche Sanierungen von Flugsteigen und technischen Systemen vor.

Die Kapitalreservierung von einer Milliarde Euro für Auslandsbeteiligungen verdeutlicht den Trend in der Flughafenindustrie, sich globaler aufzustellen, um von unterschiedlichen regionalen Wachstumsmärkten profitieren zu können.

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