Ein geplanter Langstreckenflug von United Airlines von Zürich nach Chicago musste am Sonntag, den 23. November 2025, außerplanmäßig auf dem Flughafen London Heathrow (lhr) landen. Grund für die Diversion war das Auftreten von Rauch oder Dämpfen an Bord, wodurch mehrere Passagiere und Besatzungsmitglieder erkrankten.
Der Vorfall auf Flug UA12 (Zürich nach Chicago O’Hare) führte zur sofortigen Entscheidung des Kapitäns, aus Sicherheitsgründen zum nächstgelegenen Großflughafen umzuleiten. Die schnelle Reaktion der Crew verhinderte eine Eskalation des Problems auf dem Transatlantikflug, führte aber zu einer massiven Verzögerung für die betroffenen Reisenden.
Der Vorfall über der Nordsee
Der Flug ua12, der planmäßig um 09:40 Uhr in Zürich abfliegen sollte, hob aufgrund einer Verspätung erst gegen 10:20 Uhr ab. Rund zwei Stunden nach dem Start und etwa 110 Kilometer nördlich von London bemerkte die Besatzung Berichten zufolge ungewöhnliche Gerüche oder Rauch in der Kabine. Daraufhin meldeten sich mehrere Passagiere und Crew-Mitglieder mit Unwohlsein. Angesichts der Situation entschloss sich der Kapitän des Boeing 767-Flugzeugs, aus reiner Vorsicht den Kurs zu ändern und den nächsten geeigneten Flughafen anzusteuern.
Die Landung in London Heathrow erfolgte nur etwa 30 Minuten nach der Entscheidung zur Umleitung. Das Flugzeug, eine Boeing 767-300er mit der Registrierung n665ua, wurde bei der Ankunft von Rettungsdiensten empfangen, was bei solchen Zwischenfällen auf großen Flughäfen üblich ist, um eine sofortige Versorgung der betroffenen Personen zu gewährleisten.
Solche Vorfälle, bei denen Kabinenluftqualitätsprobleme auftreten, sind in der Luftfahrtindustrie ein ernstes und wiederkehrendes Thema. Sie erfordern schnelles und entschlossenes Handeln der Cockpit-Crew, um die Sicherheit der Passagiere und des Personals zu gewährleisten, insbesondere auf längeren Flugsegmenten.
Massive Verzögerungen und logistische Folgen
Die Notlandung in London führte zur Annullierung des ursprünglich geplanten Weiterflugs nach Chicago O’Hare (ord). Die betroffenen Passagiere und das Personal mussten in London versorgt werden. United Airlines organisierte für sie Hotelunterkünfte und stellte Essensgutscheine zur Verfügung, um die unfreiwillige Übernachtung in der britischen Hauptstadt abzufedern.
Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs erfolgte am nächsten Morgen. Ein Ersatzflug (ua3908) wurde am Montag, den 24. November, um 11:40 Uhr von London Heathrow aus durchgeführt. Die Ankunft in Chicago erfolgte schließlich um 14:13 Uhr Ortszeit, was für die Reisenden eine Gesamtverzögerung von rund 26 Stunden bedeutete. Trotz der logistischen Herausforderung, einen annullierten Transatlantikflug rasch zu ersetzen, konnte United Airlines die Passagiere relativ zügig an ihr Ziel bringen.
Flugzeug wird inspiziert und kehrt in den Dienst zurück
Das betroffene Flugzeug, die Boeing 767-300er mit der Registrierung n665ua, wurde unmittelbar nach der Landung in London von Wartungspersonal des Flughafens Heathrow gründlich überprüft. Das 27,4 Jahre alte Flugzeug, das seit Juli 1998 für den Star Alliance Carrier im Einsatz ist und von zwei Pratt & Whitney pw4060 Triebwerken angetrieben wird, wurde trotz des Vorfalls für den weiteren Betrieb freigegeben. Tatsächlich kam dasselbe Flugzeug bereits für den Ersatzflug am nächsten Morgen zum Einsatz.
Im Anschluss an die erfolgreiche Weiterbeförderung der gestrandeten Passagiere kehrte die n665ua noch am selben Tag in den regulären Flugbetrieb zurück und absolvierte einen Flug von Chicago O’Hare zurück nach London Heathrow (ua920). Die schnelle Wiederinbetriebnahme des Flugzeugs deutet darauf hin, dass die Ursache der Rauch- oder Geruchsentwicklung entweder schnell identifiziert und behoben wurde oder als geringfügig eingestuft werden konnte.
Es ist bekannt, dass die n665ua bereits in der Vergangenheit in Zwischenfälle verwickelt war. Unter anderem musste das Flugzeug im März desselben Jahres einen Flug von London Heathrow nach Newark aufgrund eines Triebwerkschadens abbrechen und nach London zurückkehren. Solche Wiederholungen unterstreichen die Notwendigkeit robuster Wartungs- und Überwachungsprotokolle, insbesondere bei älteren Flugzeugmustern.