Am 26. November 2025 musste ein Regionaljet der American Eagle, betrieben von PSA Airlines, am Philadelphia International Airport (PHL) noch vor dem Start evakuiert werden. Die Maschine vom Typ Bombardier CRJ-900 war auf dem Weg zum Start nach Savannah, Georgia, als ein technisches Problem die Besatzung zur Notfallmaßnahme zwang. Die Evakuierung verlief ohne Verletzungen bei allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit strikter Sicherheitsprotokolle und führte zu einer erheblichen Verzögerung der Verbindung.
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nach dem tragischen Absturz einer Frachtmaschine der UPS Airlines, bei dem ein mechanisches Versagen als vermutliche Ursache gilt. Dies trägt in der Öffentlichkeit und unter Reisenden zu einer erhöhten Sensibilität bei technischen Problemen an Bord von Flugzeugen bei. Das routinierte Vorgehen der Besatzung in Philadelphia sorgte jedoch dafür, dass der Zwischenfall glimpflich endete und lediglich materielle Konsequenzen für den Flugbetrieb nach sich zog.
Chronologie des Vorfalls am Boden
Der betroffene Flug, American Eagle Flug AA5671, ist eine tägliche Verbindung zwischen Philadelphia und Savannah/Hilton Head International Airport (SAV). Die Durchführung des Fluges oblag dem Regionalpartner PSA Airlines mit dem sechs Jahre alten Bombardier CRJ-900 mit der Kennung N603NN, der für maximal 76 Passagiere konfiguriert ist. Der Flug war ursprünglich für 18:44 Uhr geplant, erlitt jedoch bereits durch eine vorhergehende Verzögerung des Flugzeugs eine Verspätung.
Berichten zufolge begann Flug AA5671 erst gegen 22:00 Uhr mit dem Rollen zur Startbahn 27L in Philadelphia. Während des Rollvorgangs bemerkten Passagiere und die Flugbesatzung Rauchentwicklung in der Kabine. Die Crew reagierte umgehend, stoppte das Flugzeug auf dem Rollweg und ordnete die Evakuierung an. Alle Insassen verließen das Flugzeug sicher und nach Protokoll über die Notausgänge.
American Airlines bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme und entschuldigte sich bei den Kunden für die Unannehmlichkeiten. Die Airline betonte, dass Flug 5671, der von PSA Airlines durchgeführt wurde, ein technisches Problem vor dem Abflug in PHL erfahren habe und das Flugzeug für eine Inspektion durch das Wartungsteam aus dem Verkehr gezogen wurde. Das professionelle Handeln der Crew verhinderte eine Eskalation.
Nachwirkungen und logistische Konsequenzen
Obwohl es keine Verletzungen gab, hatte der Vorfall erhebliche logistische Folgen. American Airlines organisierte ein Ersatzflugzeug (wahrscheinlich ebenfalls eine CRJ-900), doch der Flug konnte erst am darauffolgenden Tag, dem 27. November, um 09:52 Uhr starten. Die Ankunft in Savannah erfolgte um 11:52 Uhr, was eine Gesamtverspätung von etwa 15 Stunden zur Folge hatte. Derart massive Verzögerungen führen typischerweise zu Entschädigungszahlungen und umfassender Betreuung der betroffenen Passagiere gemäß den Richtlinien der Fluggesellschaft und den geltenden Passagierrechten.
Das betroffene Flugzeug, N603NN, wurde umgehend zur Wartung in Philadelphia in den Hangar gebracht. Die Daten von Flugverfolgungsdiensten bestätigten, dass die Maschine auch am 27. November am Boden blieb. Die Airline hatte das Flugzeug jedoch vorsorglich für den 28. November wieder in den Dienst eingeplant.
Die genaue Ursache des technischen Problems wurde von American Airlines nicht offiziell bestätigt. Die gemeldete Rauchentwicklung deutet jedoch auf die Möglichkeit eines potenziellen Brandes hin, der sich glücklicherweise nicht ausgebreitet hat, oder auf ein überhitztes System. Da keine sichtbaren Brandschäden gemeldet wurden und das Flugzeug schnell wieder in den Dienst zurückkehren sollte, war wahrscheinlich eine zügige Reparatur des mechanischen Defekts erforderlich.
Erhöhte Sensibilität nach Frachtflugzeugabsturz
Der Vorfall in Philadelphia fällt in eine Zeit erhöhter öffentlicher Sensibilität für mechanische Probleme in der Luftfahrt. Nur wenige Wochen zuvor war eine Frachtmaschine der UPS Airlines (Flug 2976) bei einem tragischen Unfall abgestürzt, wobei die Ursache mutmaßlich in einem mechanischen Versagen lag. Berichten zufolge soll sich dabei das linke Triebwerk samt Pylon von der Tragfläche gelöst haben.
Dieses Unglück hat bei einigen Flugreisenden eine spürbare Verunsicherung ausgelöst. Mehrere Passagiere von Flug AA5671 berichteten, dass die Erinnerung an den UPS-Absturz ihre anfängliche Angst während der Evakuierung verstärkt habe. Diese psychologische Komponente ist ein Faktor, den Fluggesellschaften in der aktuellen Phase berücksichtigen müssen.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Flugzeuge komplexe technische Systeme sind und technische Fehler, wenn auch selten, Teil des Betriebsrisikos sind. Der Zwischenfall in Philadelphia demonstriert, dass die definierten Sicherheitsprotokolle und die professionelle Reaktion der Crew in den allermeisten Fällen funktionieren. American Airlines, als eine der größten Fluggesellschaften der Welt, verfügt über ein umfassendes Wartungsprogramm, das darauf abzielt, solche mechanischen Mängel zu erkennen und zu beheben, bevor sie zu ernsten Zwischenfällen in der Luft führen. In diesem Fall führte der Wartungsfehler lediglich zu einer Verzögerung und der temporären Außerdienststellung der Maschine.
Die Luftfahrtindustrie sieht sich nach solchen Vorfällen stets mit der Herausforderung konfrontiert, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die technische Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Verfahren zu erhalten. Das schnelle und unversehrte Verlassen des Flugzeugs in Philadelphia ist ein Beispiel für erfolgreiches Risikomanagement in einem Moment kritischer Betriebsstörungen.