Airbus A350-900 (Foto: Airbus).
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Berlin: Debatte um zusätzliche Landerechte für Emirates in Deutschland

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Die Bundesregierung befasst sich aktuell mit der möglichen Ausweitung der Landerechte für die Fluggesellschaft Emirates. Die Airline aus Dubai strebt eine Verbindung zum Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) an, um den Standort an ihr globales Netzwerk anzubinden.

Derzeit ist der Flugbetrieb von Emirates in Deutschland durch ein bilaterales Luftverkehrsabkommen auf die vier Standorte Frankfurt am Main, München, Düsseldorf und Hamburg begrenzt. Eine Aufnahme von Flügen nach Berlin würde entweder eine Erweiterung dieses Abkommens oder den Verzicht auf eines der bisherigen Ziele erfordern. Das Bundesverkehrsministerium hat bisher keine finale Entscheidung getroffen, während Emirates das Potenzial einer Berlin-Verbindung auf jährlich rund 140.000 zusätzliche Passagiere beziffert.

Innerhalb der Bundesländer hat das Vorhaben eine kontroverse politische Diskussion ausgelöst. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten sowie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner fordern in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz eine Stärkung der internationalen Anbindung des BER. Sie verweisen auf das massive Ungleichgewicht bei Langstreckenverbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Unterstützung erhalten sie aus Nordrhein-Westfalen, während die Regierungschefs von Bayern und Hessen, Markus Söder und Boris Rhein, das Vorhaben strikt ablehnen. Sie warnen vor einer Schwächung der nationalen Drehkreuze Frankfurt und München und sehen die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Luftfahrt gefährdet.

Zusätzlich zum Standort Berlin bringt sich auch der Flughafen Stuttgart als potenzielles Ziel für Emirates ins Gespräch. Regionalpolitiker und die Flughafenleitung fordern, dass die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg bei einer etwaigen Neuregelung der Landerechte vorrangig berücksichtigt wird. Emirates selbst bezeichnete Stuttgart in Korrespondenzen als strategisch wichtiges Ziel. Parallel dazu wird die Marktsituation durch die Expansion anderer Golf-Airlines beeinflusst. So verfügt Qatar Airways bereits über umfassendere Zugangsrechte zum deutschen Markt, was den Konkurrenzdruck auf etablierte europäische Fluggesellschaften wie die Lufthansa weiter erhöht.

Die wirtschaftliche Bedeutung einer direkten Golf-Anbindung für die Hauptstadtregion wird von Befürwortern als essenziell für den Wirtschaftsstandort und den Tourismus eingestuft. Seit der Insolvenz von Air Berlin im Jahr 2017 fehlen der Region wichtige Interkontinentalverbindungen. Während Condor für das Jahr 2026 Flüge nach Abu Dhabi angekündigt hat, gilt eine tägliche Emirates-Verbindung nach Dubai als deutlich prestigeträchtigeres Signal für internationale Investoren. Die Entscheidung der Bundesregierung wird daher als richtungsweisend für die künftige Luftverkehrsstrategie und die Verteilung der Verkehrsströme innerhalb Deutschlands angesehen.

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3 Comments

  • Weeze65 , 25. Dezember 2025 @ 16:21

    Heute Berlin Morgen Stuttgart und nächste Woche vieleich auch noch Braunschweig. UND UNSERE Drehkreuze machen KURZARBEIT. Nicht aus dem Fall Qatar Open Sky gelernt oder fliesst wieder Schmiergeld ????

  • Weeze65 , 25. Dezember 2025 @ 16:32

    Sollen lieber endlich das Code sharing mit Condor unterzeichnen dann haben Sie ihren Zugang zum Berliner Markt! PUNKT !!!!!!!

  • Weeze65 , 27. Dezember 2025 @ 15:33

    Heute Berlin
    Morgen Stuttgart
    Und nächste Woche Braunschweig Weeze und co
    Warum ???? Sollen Videos sharing mit Conder machen dann haben sie ihren Zugang um Berliner Markt. Müssen wir aus Ausverkauften sind unsere unsere Luftfahrtshubs in Frankfurt und München nichts wert. Ober wie hoch sind diesmal die Bestechungsgelder(siehe qatar-EU oben sky abkommen)

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