Sicherheitskontrolle am Flughafen Stuttgart-Echterdingen (Foto: FraSec).
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Flughafen Stuttgart übernimmt Steuerung der Sicherheitskontrollen ab November 2026

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Der Flughafen Stuttgart (STR) bereitet einen bedeutenden Systemwechsel bei der Abwicklung der Passagierkontrollen vor. Ab dem 1. November 2026 wird die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) die operative Steuerung der Luftsicherheitskontrollen selbst übernehmen. Grundlage hierfür ist ein im Dezember 2025 unterzeichneter Beleihungsvertrag mit dem Bundesministerium des Innern.

Damit folgt Stuttgart dem Beispiel anderer großer deutscher Drehkreuze wie Frankfurt, Berlin und Köln, an denen die Flughafenbetreiber bereits die Verantwortung für die Organisation und Durchführung der Kontrollen tragen. Ziel dieser Umstellung ist es, die Abläufe durch eine zentrale Steuerung flexibler zu gestalten und die Wartezeiten für Reisende durch optimierte Personaleinsatzplanung zu verkürzen.

Trotz der Übernahme der Steuerung durch den Flughafenbetreiber bleibt die Hoheit über die Luftsicherheit weiterhin bei der Bundespolizei. Diese fungiert künftig als Aufsichtsbehörde und stellt die Einhaltung der gesetzlichen Sicherheitsstandards sicher, während die FSG die wirtschaftliche und organisatorische Verantwortung trägt. Aktuell bereitet der Flughafen das notwendige Vergabeverfahren vor, um die Sicherheitsdienstleistungen ab November 2026 an private Sicherheitsfirmen zu übertragen. Ein feierlicher Beleihungsakt im Frühjahr 2026 soll den formalen Übergang der Zuständigkeiten markieren. Geschäftsführer Ulrich Heppe betont, dass durch die Steuerung aus einer Hand eine höhere Effizienz in der Abfertigungskette erreicht werden soll, was insbesondere in Verkehrsspitzenzeiten von Bedeutung ist.

Zusätzliche Branchenrecherchen ergeben, dass dieser Schritt in Stuttgart Teil eines bundesweiten Trends zur Privatisierung der Kontrollsteuerung ist. Hintergrund sind häufige Verzögerungen und Personalengpässe in der Vergangenheit, die unter staatlicher Regie schwerer abzufedern waren. Durch die Beleihung kann der Flughafenbetreiber nun direkt auf schwankende Passagierzahlen reagieren und die Anzahl der geöffneten Kontrollspuren bedarfsgerecht anpassen. Finanziert werden diese Aufgaben weiterhin über die Luftsicherheitsgebühren, die von den Fluggesellschaften pro Passagier entrichtet werden. In Fachkreisen wird erwartet, dass durch die engere Verzahnung von Terminalmanagement und Sicherheitsbereich die gesamte Prozessgeschwindigkeit am Boden erhöht wird.

Technisch wird die Umstellung von Investitionen in moderne Kontrollstraßen begleitet. Geplant ist der verstärkte Einsatz von CT-Scannern, die es Passagieren ermöglichen, Flüssigkeiten und elektronische Geräte in den Taschen zu belassen. Dies reduziert die Zeit pro Passagier an der Schleuse erheblich. Die Bundespolizei wird in Stuttgart weiterhin für die Passkontrollen und die allgemeine Gefahrenabwehr zuständig sein, während die FSG die Verantwortung für die vertragliche Bindung und Überwachung der privaten Sicherheitsmitarbeiter übernimmt. Marktbeobachter werten die Entscheidung als notwendige Maßnahme, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Stuttgart im Vergleich zu anderen Regionalflughäfen zu sichern.

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