Airbus A320 (Foto: Jan Gruber).
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Aeroflot weitet Flugangebot zwischen Moskau und Kuba im Sommer 2026 aus

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Die russische Fluggesellschaft Aeroflot plant für die kommende Sommersaison eine Erhöhung der Frequenzen auf der prestigeträchtigen Langstreckenverbindung zwischen Moskau-Sheremetyevo und dem kubanischen Badeort Varadero. Ab dem 29. März bis zum 24. Oktober 2026 soll die Strecke wieder dreimal wöchentlich bedient werden, berichtet Aeroroutes.com.

Damit kehrt die Airline zu einem dichteren Flugplan zurück, nachdem die Frequenz im vorangegangenen Sommer 2025 zeitweise auf zwei wöchentliche Verbindungen reduziert worden war. Die Durchführung der Flüge erfolgt operativ durch die Tochtergesellschaft Rossiya Airlines, die für diesen Dienst ein Großraumflugzeug vom Typ Boeing 777-300ER einsetzt. Diese Maschinen sind für die spezifischen Anforderungen der russischen Urlaubscharter-Nachfrage mit einer hohen Kapazität von insgesamt 457 Sitzplätzen konfiguriert.

Zusätzliche Recherchen im Branchenumfeld verdeutlichen die strategische Bedeutung Kubas für den russischen Luftverkehrssektor. Da der europäische und nordamerikanische Luftraum für russische Carrier aufgrund politischer Restriktionen weiterhin gesperrt bleibt, konzentriert sich Aeroflot verstärkt auf Destinationen in der Karibik und Südostasien. Kuba hat sich in diesem Zusammenhang als einer der wichtigsten Partner etabliert und erleichtert russischen Touristen durch die Akzeptanz des russischen Mir-Zahlungssystems den Aufenthalt. Neben Varadero werden von Moskau aus regelmäßig auch Havanna und Cayo Coco angeflogen, wobei die Kapazitätsausweitung nach Varadero als Reaktion auf die stabile Buchungslage im Pauschalreisesegment gewertet wird.

Wirtschaftlich gesehen ist der Einsatz der Boeing 777-300ER auf dieser Route für die Fluggesellschaft essenziell, um die hohen Betriebskosten der extrem langen Flugzeiten zu decken. Aufgrund der notwendigen Umfliegung gesperrter Lufträume dauern die Flüge von Moskau in die Karibik deutlich länger als auf direkten Routen, was den Treibstoffverbrauch pro Rotation massiv erhöht. Die hohe Bestuhlung von 457 Plätzen ermöglicht es jedoch, die Fixkosten auf eine größere Anzahl von Passagieren zu verteilen und die Ticketpreise konkurrenzfähig zu halten. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die verstärkte Präsenz russischer Airlines in Kuba auch die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Moskau und Havanna weiter festigen soll, wobei der Tourismus hierbei als primärer Devisenbringer fungiert.

Die technische Instandhaltung der eingesetzten Boeing-Flotte stellt für die russischen Betreiber weiterhin eine logistische Herausforderung dar, da der offizielle Support durch den Hersteller Boeing unterbrochen ist. Dennoch hält Rossiya Airlines an der Nutzung dieser Langstreckenjets fest, um die Konnektivität zu Fernzielen sicherzustellen. Neben Aeroflot bedienen auch andere russische Gesellschaften wie Nordwind Airlines den kubanischen Markt, was den Wettbewerb um die zahlungskräftige russische Klientel verschärft. Die Rückkehr zum Dreifach-Rhythmus im Sommer 2026 signalisiert eine Konsolidierung der Nachfrage und eine Optimierung der Flottenrotation innerhalb der Aeroflot-Gruppe für das kommende Geschäftsjahr.

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