Das Energieunternehmen EnBW hat in Kooperation mit der Mitteldeutschen Flughafen AG die Ladeinfrastruktur am Flughafen Dresden (DRS) signifikant ausgebaut. Ende Januar 2026 wurde ein neuer High-Power-Charging-Standort (HPC) in Betrieb genommen, der über zwölf Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 400 Kilowatt verfügt. Damit ist es möglich, Elektrofahrzeuge innerhalb von rund 15 Minuten für eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern aufzuladen. Die Anlage befindet sich an der Flughafenstraße, südöstlich des Parkplatzes P2, und ist sowohl für Flughafenbesucher als auch für den Fernverkehr über die Autobahnen A4 und A13 konzipiert.
Die technische Ausstattung des Standorts ist auf Skalierbarkeit ausgelegt. Bei steigender Nachfrage kann die Kapazität von derzeit zwölf auf bis zu 40 Schnellladeplätze erweitert werden. Laut Volker Rimpler, Chief Technology Officer E-Mobility bei der EnBW, stellt die Anlage einen zentralen Knotenpunkt für die Mobilitätsanforderungen in Sachsen dar. Für die Mitteldeutsche Flughafen AG ist dieses Projekt nach der bereits erfolgten Ausstattung des Flughafens Leipzig/Halle der zweite große Schritt zur Modernisierung ihrer Infrastruktur. Ein besonderer Service für Nutzer ist die Befreiung von den Parkgebühren für eine Dauer von bis zu einer Stunde während des Ladevorgangs.
Der Ausbau in Dresden ist Teil einer breit angelegten Wachstumsstrategie. Die EnBW betreibt in Sachsen mittlerweile ein dichtes Netz an Schnellladestandorten, darunter große Parks in Chemnitz-Ost, Wilsdruff-Klipphausen und Thiendorf. Bundesweit verfügt das Unternehmen über mehr als 8.000 Schnellladepunkte und plant, diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf rund 20.000 zu erhöhen. Diese Investitionen korrespondieren mit der Marktentwicklung in Deutschland, wo die Zahl der rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge im Jahr 2025 um etwa 43 Prozent auf insgesamt 2,2 Millionen Einheiten angestiegen ist.
Neben der öffentlichen Zugänglichkeit rund um die Uhr bietet der Standort am Flughafen Dresden durch seine modulare Bauweise eine langfristige Versorgungssicherheit für Pendler und Reisende. Die Integration in das bestehende Verkehrsnetz der Region stärkt die Attraktivität des Flughafens als Dienstleistungszentrum über den reinen Flugbetrieb hinaus. Die technische Umsetzung mit 400-kW-Ladestationen entspricht dem aktuell höchsten Standard für öffentliche Ladeinfrastruktur und ermöglicht eine effiziente Abwicklung hoher Fahrzeugfrequenzen an strategisch wichtigen Verkehrsadern.