ATR72-600 (Foto: Olympic Air).
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Aegean-Tochter Olympic Air investiert in griechischen Wartungsspezialisten Apella

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Die griechische Fluggesellschaft Olympic Air, eine Tochtergesellschaft der Aegean Airlines S.A., hat eine Minderheitsbeteiligung von 45 Prozent an dem Luftfahrttechnik-Unternehmen Apella S.A. erworben. Die Transaktion umfasst sowohl den Kauf bestehender Anteile als auch eine Kapitalerhöhung zur Stärkung der Unternehmensbasis. Dr. Nikos Kontogiannis behält mit 55 Prozent die Mehrheit der Anteile und wird das Unternehmen weiterhin als Geschäftsführer leiten. Apella ist als zertifizierter EASA-Part-145-Betrieb auf die Instandhaltung von Flugzeugkomponenten spezialisiert und gilt in Griechenland als Marktführer bei der Reparatur von Rädern und Bremsen. Neben der zivilen Luftfahrt ist das Unternehmen ein wichtiger Partner im Verteidigungssektor und unterstützt unter anderem das F-16-Viper-Modernisierungsprogramm der griechischen Streitkräfte.

Durch den Einstieg der Aegean-Gruppe soll die Entwicklung eines neuen Wartungszentrums in Almyros, Zentralgriechenland, forciert werden. Auf einem rund 100.000 Quadratmeter großen Areal nahe dem Flughafen Nea Anchialos ist der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Luftfahrzeugen geplant. In der ersten Ausbaustufe stehen Flugzeugabstellflächen und Demontagekapazitäten im Fokus, während in späteren Phasen Lackierhallen und Einrichtungen für schwere Wartungsereignisse, sogenannte Heavy Maintenance Checks, hinzukommen sollen. Apella erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 15 Millionen Euro bei einem Nettogewinn von 1,3 Millionen Euro und beschäftigt aktuell 151 Fachkräfte.

Die Investition ist Teil einer übergeordneten Strategie der Aegean-Gruppe, Griechenland als regionales Kompetenzzentrum für technische Luftfahrtdienstleistungen zu etablieren. Erst Anfang 2024 eröffnete der Konzern ein neues Wartungs- und Trainingszentrum am Flughafen Athen. Dimitris Gerogiannis, CEO von Aegean, betont, dass die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie Apella den Aufbau eines weitreichenden Ökosystems aus technischer Expertise und operativer Kompetenz fördern soll. Die Bündelung der Ressourcen ermöglicht es dem Konzern, Dienstleistungen, die bisher oft im Ausland eingekauft werden mussten, künftig verstärkt im eigenen Land und für externe Kunden anzubieten.

Zusätzliche Branchenberichte weisen darauf hin, dass dieser Schritt auch die Position Griechenlands innerhalb der europäischen Luftfahrtindustrie stärkt. Durch die Kombination aus ziviler Instandhaltung und militärischem Flight-Support, etwa für Lockheed Martin, sichert sich die Aegean-Gruppe Zugriff auf hochspezialisierte Ingenieursleistungen. Die Zertifizierungen nach internationalen Standards wie AS9100D unterstreichen dabei den qualitativen Anspruch des Standorts. Langfristig zielt die Kooperation darauf ab, die Abhängigkeit von internationalen Werften zu verringern und die Wertschöpfung innerhalb der griechischen Luftfahrtbranche durch den Ausbau spezialisierter MRO-Kapazitäten deutlich zu steigern.

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