Boeing 787-9 (Foto: Lufthansa).
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Lufthansa zieht Buchungsfreigabe für Allegris Business Class im Dreamliner vor

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Die Deutsche Lufthansa hat die Verfügbarkeit ihres neuen Kabinenkonzepts „Allegris“ an Bord der Boeing 787-9 deutlich früher als geplant ausgeweitet. Aufgrund beschleunigter Fortschritte im Teilzertifizierungsprozess der Business-Class-Sitze können Fluggäste ab sofort Plätze für Reisen ab dem 29. März 2026 buchen.

Ursprünglich hatte der Konzern Mitte Februar eine Freigabe erst für Mitte April in Aussicht gestellt. Durch die Vorverlegung steht das modernisierte Angebot nun pünktlich zum Beginn des Sommerflugplans und für die bevorstehende Osterreisezeit zur Verfügung. Von den insgesamt 28 Plätzen in der Business Class sind derzeit 25 für den Verkauf freigegeben; lediglich drei Sitze in der zweiten Reihe bleiben aufgrund noch ausstehender behördlicher Genehmigungen vorerst gesperrt.

Zum Start des Sommerflugplans werden voraussichtlich mindestens zehn Maschinen des Typs „Dreamliner“ von der Basis in Frankfurt aus operieren. Dies bedeutet eine Kapazitätserhöhung von täglich über 200 zusätzlichen Einheiten in der Premium-Kategorie. Die Lufthansa verfolgt mit der Einführung von Allegris eine langfristige Modernisierungsstrategie, um im internationalen Wettbewerb der Premium-Airlines wieder zur Weltspitze aufzuschließen. Das Konzept zeichnet sich durch verschiedene Sitzoptionen aus, darunter Suiten mit brusthohen Wänden, die den Passagieren eine deutlich gesteigerte Privatsphäre bieten. Bis Ende 2027 soll die Flotte der Boeing 787-9 auf insgesamt 29 Flugzeuge anwachsen, wobei derzeit neun werksneue Maschinen bereits in Frankfurt stationiert sind.

Die Zielgebiete der mit Allegris ausgestatteten Boeing 787-9 umfassen zum Saisonstart wichtige Langstreckendestinationen wie Austin, Rio de Janeiro, Kapstadt und Shanghai. Im weiteren Verlauf des Jahres werden sukzessive nordamerikanische Knotenpunkte wie New York JFK und Los Angeles sowie asiatische Metropolen wie Delhi in das Streckennetz aufgenommen. Auch afrikanische Ziele wie Lagos und Malabo werden angeflogen, wobei hier zunächst ein Mischbetrieb mit Flugzeugen unterschiedlicher Kabinenausstattungen erfolgt. Die Auslieferungsverzögerungen bei Boeing hatten den ursprünglichen Zeitplan der Lufthansa massiv beeinträchtigt, weshalb die nun erfolgte Beschleunigung der Zertifizierung eine wichtige operative Erleichterung für die Netzplanung darstellt.

Wirtschaftlich ist die rasche Zertifizierung für den Konzern von hoher Bedeutung, da die Business Class als wichtigster Ertragsbringer auf der Langstrecke gilt. Die Investitionen in das Allegris-Projekt belaufen sich insgesamt auf mehrere Milliarden Euro und betreffen neben dem Dreamliner auch die Flotten der Typen Airbus A350 sowie künftig die Boeing 777-9. Branchenexperten werten die vorzeitige Buchungsfreigabe als Signal für eine Stabilisierung der Lieferketten und Abnahmeprozesse. Die positive Resonanz auf die bereits seit Oktober 2025 im Einsatz befindlichen Maschinen bestärkt das Management in der Entscheidung, die Umrüstung der Bestandsflotte und die Integration der Neuzugänge mit hoher Priorität voranzutreiben.

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