Boeing 787-9 (Foto: El Al).
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El Al bilanziert Geschäftsjahr 2025: Moderater Umsatzzuwachs bei sinkendem Gewinn

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Die israelische Fluggesellschaft El Al hat ihre Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und blickt auf ein Jahr zurück, das maßgeblich von geopolitischen Spannungen und operativen Herausforderungen geprägt war.

Trotz der instabilen Lage am Flughafen Ben Gurion und der Auswirkungen der „Operation Rising Lion“ konnte die Airline ihren Jahresumsatz leicht um ein Prozent auf rund 3,48 Milliarden US-Dollar steigern. Dieser Zuwachs wurde durch eine kontinuierliche Ausweitung der Flugzeugflotte und eine Erhöhung der verfügbaren Sitzkilometer (ASK) um drei Prozent ermöglicht. Die Passagierauslastung verharrte mit 94 Prozent auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau, wenngleich im vierten Quartal ein Rückgang der Nachfrage im Vergleich zum außergewöhnlich starken Vorjahreszeitraum zu verzeichnen war.

Auf der Ergebnisseite musste die Fluggesellschaft hingegen Einbußen hinnehmen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingraten (EBITDAR) sank um 15 Prozent auf 947 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich am Ende des Jahres auf 410 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben den militärischen Auseinandersetzungen belasteten vor allem gestiegene Produktionskosten das Ergebnis, die unter anderem durch die Aufwertung des israelischen Schekels (NIS) gegenüber dem US-Dollar sowie höhere Einmalaufwendungen verursacht wurden. Positiv wirkte sich hingegen die deutliche Reduktion der Nettofinanzierungskosten aus, die dank hoher Zinserträge aus den gestiegenen Liquiditätsbeständen von 95 Millionen auf nur noch 4 Millionen US-Dollar fielen.

Ein zentraler Pfeiler der Bilanz ist die signifikante Stärkung des Eigenkapitals, das sich zum Jahresende auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppelte. Dies ist sowohl auf den erzielten Jahresgewinn als auch auf Kapitalmaßnahmen durch Optionsscheine zurückzuführen. Erstmals seit 2017 zahlte das Unternehmen zudem wieder eine Dividende in Höhe von 102 Millionen US-Dollar an seine Aktionäre aus. Mit liquiden Mitteln von fast zwei Milliarden US-Dollar und einem Netto-Cash-Überschuss gegenüber den Finanzschulden sieht sich die Airline finanziell robust aufgestellt. Auch das Vielfliegerprogramm „Matmid“ verzeichnete mit nun 3,55 Millionen Mitgliedern einen deutlichen Zuwachs, was die Bindung der lokalen Kundschaft in Krisenzeiten unterstreicht.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einer Normalisierung des Marktumfelds und der verstärkten Rückkehr internationaler Wettbewerber an den Standort Tel Aviv. El Al plant, den umfangreichsten Sommerflugplan der Unternehmensgeschichte umzusetzen, der insgesamt neun neue Ziele umfasst. Trotz der weiterhin volatilen Sicherheitslage in der Region setzt die Fluggesellschaft auf eine Differenzierungsstrategie beim Kundenerlebnis und prüft Investitionen in synergetische Geschäftsbereiche, um die Abhängigkeit vom reinen Flugbetrieb zu verringern und die Marktführerschaft am Heimatflughafen zu festigen.

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